Schlagwort-Archive: Literatur

„Schön hier!“ in: Dortmund

Schoen hier Cover GrafikUnsere kleine Präsentations-Reihe geht weiter:
Am Donnerstag nächster Woche (26.10.) dürfen wir unsere Anthologie zu Lieblingsplätzen & Herzensorten in Westfalen in Dortmund vorstellen.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek am Max-von-der-Grün-Platz. Von den 27 vertretenen Autoren werden wieder 10 anwesend sein und die schöne, abwechslungsreiche Mischung des Buches repräsentieren.
Auch wir Herausgeber: Thorsten Trelenberg, Thomas Kade und ich sind vor Ort.
Wenn Jemand Lust hat-wir freuen uns!

DSC_8619_bearbeitet-1 klein

Es gibt übrigens eine Facebook-Veranstaltungseite dazu. Wer mag, findet sie HIER.

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -

Poem 10/10/17

Okapi-Gmbh-Marktforschung-Feldarbeit-Bleistift

 

Ich will es bunter

alles dreht sich und flieht
trakls blau verzieht sich
täglich weiter hinters grau
ich will es bunter

alles fließt sagt heraklit
aber geht deshalb auch alles
den bach runter

und hinterlegt keine adresse
sisyphos ist ein glücklicher mann
der laub fegt bei windstärke 10

wenn ich mich vergesse
geht die welt nicht unter
wo immer ich aufhöre
fängt längst ein anderer an

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -, lyrisch

Ein Gedicht…

tauben.jpg

 

 

strich2..aus meinem „Heimatgedichte“- Band:
landschaft mit großem h

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -, lyrisch

Literarische Landvermessung in: Steinfurt

heimatabendlogo

Schön war`s.
Unsere literarische Landvermessung „Heimatabend“ in der Stadtbücherei Steinfurt. Als Teil des hier!- Literaturfestivals des literaturland westfalen durften Thorsten Trelenberg und ich mal wieder über diesen schwierigen Begriff sprechen.

Wir lasen aus den unterschiedlichsten Quellen; vom ollen Tacitus über Max Frisch bis zu Franz Hohler war alles dabei. Außerdem gab es natürlich die Gedichte aus unseren eigenen beiden „Heimat“-Büchern. Feine Sache das.
Vielen Dank an die Veranstalter und das interessierte und nette Publikum!

…und gleich ein wenig Presse dazu:

Vielen Dank an Rainer Nix!

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -

Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können- eine Art Rezension

ragnar.png

Da liegt er nun, der eben im Elif Verlag erschienene Band:
Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können des Isländers Ragnar Helgi Ólafsson. Wunderbarer Titel! (Ein Buch für MICH, sagt er gleich!)

Der erste Eindruck: was für ein liebevoll gestalteter Band: mit offener Bindung und doppeltem, doppelt kreisrund ausgestanztem Cover in Drehscheiben-Optik.
„Aber“, sagt der Rest Ratio im vor Begeisterung dampfenden Bibliophilen: „davon nicht täuschen lassen- es geht schließlich um die Texte!“

Also erstmal Durchblättern: viele verschiedene Formen: Langes, klassisch gestrophtes neben Kurzem und einigen ins Auge stechenden Bildgedichten, spiralförmig gesetzt. Interessant!
Dann: anlesen, schnell festlesen. Der 1. Satz, den man gerne selbst geschrieben hätte:
„Was passiert, wenn ein Chamäleon in den Spiegel schaut?“ (aus: „noch ein paar Worte über Spiegel“
Es folgt: „Noch keine Postkarte“, ein Text, der letztlich wie ein klassischer Blues-Song funktioniert, mit entsprechender Form und bitterer Ironie.
–Überhaupt: Lieder & Texte steht vorn auf diesem wunderschönen Cover. Und: JA, viel Musikalisches hier, viel Rhythmus, lakonischer Witz und Pointen, einer der Übersetzer, Jón Thor Gíslason, ein ehemaliger Popmusiker.

Schnell weitere Sätze, die man gern selbst geschrieben hätte:
„Ich lehne alle Vergleiche ab. Alles ist das, was es ist.“ (aus: „Nichts wie nichts“)
und: (ich will ein T-Shirt, damit bedruckt)
„Ich mache mich verdammt noch mal nicht zum Laufburschen der Wirklichkeit“
(aus: „Nicht in der Arbeitsbeschreibung“)

So steht hier wunderbar Prosaisches („Die alte Bande“) neben Sentimentalem („Wiegenlied I“) neben Erotischem („Schweres Wasser“) neben Philosophischem und einigen herrlich maritimen „objets trouvé“.
Viele Stimmungen und Stimmen beherrscht dieser bisher in Deutschland unbekannte Ragnar Helgi Ólafsson . Witz hat er und Chuzpe. Cool ist er und klug. Ich mag ihn sehr!
Dank der kenntnisreichen, sicheren und äußerst flüssigen Übersetzung durch Gíslason und den umtriebigen Experten für die Literatur der kalten Insel, Wolfgang Schiffer, wird dieser Band zu einer überraschenden und höchst unterhaltsamen Entdeckung, wie wir schon einige aus dem kleinen, aber feinen niederrheinischen Verlag begrüßen durften.

 

 

 

3 Kommentare

Eingeordnet unter -, Rezensionen

..aus einem Langgedicht: Nur Sonnenuntergang

geese_fly_birds_air-483915

nur sonnenuntergang

auf dem tisch schwanken
bedenklich die streichholzschlösser
und die sonne scheint nur so
photoshoporange
man lebt in ruinen
skelettierten träumen
zwischen lauter durchbrüchen
in tragenden wänden
in ganzjährigen warteräumen
durch die einschusslöcher
in den geschwärzten scheiben
blinkt der himmel: photoshopblau
und tätowiert mit vogelsilhouetten
man selbst illustriert
das wort blass am besten
und im westen: nichts neues
nur sonnenuntergang

 

strich3

…Auszug aus einem unveröffentlichten Langgedicht

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -, lyrisch

Herbst 1 -Gedicht-

naturbild_gross_33

totgesagter park

Der himmel bemüht sich
um möglichst beiläufiges blau
und allgemein weiß das wetter
nicht so genau wohin
ohnehin und her
ist`s schweres gehen
bei all dem grün-
schnitt

und all das welke geht mit
es ist kein geheimnis wohin
immer du schreitest
begleiten dich
saat und keimnis
ist der garten schoß
und offener sarg
zugleich

Ein Kommentar

Eingeordnet unter -, lyrisch