Schlagwort-Archive: Lyrik

Update Anthologie

heimataufruf

..und dann bekommt man urplötzlich, aus dem Nichts, eine grandiose Heimat-Geschichte aus New Orleans zugeschickt und erfährt, dass ein amerikanischer Germanist unsere kleine Ausschreibung entdeckt hat und verbreitet.

Dafür mag ich die Arbeit an unserer Anthologie, deren Einsendeschluss am 15.02. endet.
124 Einsendungen aus 15 Nationen, in 8 Sprachen.
Darunter 11 preisgekrönte Autoren und/oder Texte…
Und es ist ja noch Zeit!
Macht mit! Besonders bei der Kurzprosa könnten wir noch Gutes gebrauchen.
Die Zeichenvorgabe von 2000 muss dabei nicht zuuu eng gesehen werden……

Stay happy!

 

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Noch 5 Wochen: Ausschreibung Heimat

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Noch ca. 5 Wochen läuft unsere Heimat-Ausschreibung.
Dann beginnt die Auswahl und die definitive Zusammenstellung. Voraussichtlich im Herbst wird dann die Anthologie zum schwierigen Begriff bei stories & friends erscheinen.
Wir kommen jetzt bereits auf fast 70 Einsendungen- aus Deutschland, Österreich, Island, Rumänien, Ägypten und und….
Preisträger und Siegertexte literarischer Wettbewerbe sind darunter. Die wohl derzeit bekannteste deutsche Lyrikerin ist dabei und Gewinner des postpoetry-Preises. Literarische Urgesteine und „junge Wilde“. Lyrik, Prosa, Poetry Slam…
Aber: wir haben durchaus noch Platz!

Nutzt die verbleibende Zeit und sendet eure Texte ein oder macht befreundete Autoren aller Länder auf unser Projekt aufmerksam.
Wie schmeckt Heimat?
Wie riecht Heimat?
Ist Heimat eher ein Volkslied, ein Dylan-Song oder Rammstein?
Kann man zwei Heimaten haben?
Oder kann man sie mitnehmen und wie?
Ist Heimat eher ein Ort oder doch ein Gefühl?

Hier noch einmal die Ausschreibung ausschreibung heimat

Unser Postfach heimatlektorat@web.de ist 25 Stunden am Tag geöffnet.
Wir freuen uns über jeden Text und jeden neuen Kontakt!

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out now: Syrinx Magazine #5

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Post aus Leipzig:
das extradicke, fabulöse 5. Syrinx Magazine enthält 18 Postkarten mit von Illustratoren ins Bild gesetzten Texten- darunter auch mein Nur Sonnenuntergang. Das wirklich ungewöhnlichste Literaturmagazin, das ich kenne, kostet diesmal 10€. Bestellen kann man es hier: syrinx.magazine@gmail.com
Und jetzt zeig ich`s auch:

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Ausschreibung Anthologie „Heimat“

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Erst seit gut 4 Wochen läuft unsere kleine Ausschreibung für die Heimat-Anthologie, die 2018 bei stories & friends erscheinen wird und wir können bereits über 40 Einsendungen verzeichnen- aus Deutschland, Österreich, Rumänien, Griechenland, Ägypten usw. Sehr bekannte Kollegen sind darunter sowie einige hochinteressante Newcomer.

Bis zum 15.02. ist noch Zeit, Texte einzusenden und Teil dieses spannenden Projektes zu werden. Wir freuen uns über jeden Beitrag. Also: Traut Euch und tell it on the mountain!
Alles Notwendige erfahrt ihr HIER.

 

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Marlies Blauth: Dornröschenhaus -Rezension-

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Zunächst einmal der Titel:
In Marlies Blauths Band wird das Dornröschenschloss zum Dornröschenhaus- die Demokratisierung eines Märchenmotivs sozusagen. Jeder kann nun Dornröschen –eine verwünschte Prinzessin- sein.
Das Dornröschenschloss ist eine Zeitkapsel, in der das Geschehen hinter dicken Hecken 100 Jahre still steht, an der die Zeit, die Welt vorbeilaufen. So ist es nun auch mit dem fiktiven Haus aus Gedichten, in Marlies Blauths Sammlung.

Der Band ist von einigen roten Fäden durchwoben, ohne, dass sich die Autorin beim Spinnen dieser Fäden an der Spindel gestochen hätte, oder doch?
Das Zeitlose, Schwebende an diesen Gedichten ist eine ihrer Qualitäten.
Kurze Zeilen, wenige, bedacht gesetzte Worte meist. Wenig offensichtliche Akrobatik, dafür sehr sorgsam gewählte Bilder.

Aber zurück zu den roten Fäden:
Der Zusammenhang von Ding und Wort, das es bezeichnet; Zeichen für Dinge- dieses Thema kommt immer wieder zum Vorschein.

An jedem ding hängt ein wort
es abzureißen wage ich nicht

Denn die Beziehung zwischen Ding und Wort ist eben mehr als nur die Bezeichnung des Gegenstandes durch Buchstaben und das Schaffen einer Ordnung. Das Wort ist auch gleichzeitig Aufrufzauber und geistiges Heraufbeschwören eines Bildes des Dings, das dafür gar nicht greifbar sein muss. Wir haben das nur vergessen.
Bei Marlies Blauth schläft eben wirklich ein Lied in den Dingen und jedes Wort vermag Zauberwort zu sein.

Nochmal: Ding ohne Wort, namenlos, funktioniert das? Wir haben uns in modernen Zeiten auf NEIN geeinigt, aber man kann ja mal fragen.
Wort ohne Ding- was soll das sein? Reines Geklingel, nutzlos? Nein, ein Wort für etwas, das es so nicht gibt, ist nichts anderes als: die Metapher- eine der größten Fähigkeiten der Menschen. (an der aber auch Menschenaffen schon sehr erfolgreich arbeiten, wie Tests mit Schimpansen an Bildtäfelchen zeigen)
Klug sind sie bei Marlies Blauth- dem Alltäglichen, oft bereits bestehenden Vokabular abgetrickst.
Die Windjacke ist natürlich fester Bestandteil unserer Garderobe, aber mit ein wenig Umdenken wird eben aus der Jacke gegen den Wind die Jacke aus Wind. Sehr schön. Siehe und wiederhole: der Staubmantel wird folglich…
Aber auch die klassische Form dieses lyrischen Mittels ist da, im Dornröschenhaus: aus dem Maiglöckchen wird das Bleiglöckchen und verliert so alles Frühlingshafte, Niedliche, wird schwer und scharfkantig.

Marlies Blauth geht zurück bis an die Wurzeln der Lyrik, die in der Beschwörung und in der Zauberformel liegen, bei der Sprachmagie:

Winde wirre mein haar
netze mir meine augen

Und damit kommen wir auch zu einem zweiten roten Strang, den schon der Titel andeutet. Das Märchen, mit seinen facettenreichen Motiven, dunklen Zusammenhängen und seinen vielschichtigen Bedeutungsebenen wird des Öfteren herangezogen.

Rosenzöpfe
und das Porträt einer Prinzessin

Der König
köpft jeden morgen ein Ei…

Komm reiß dich zusammen
entzwei…

Und: ab der Hälfte des Bandes findet sich ein weiterer Strang- das wohl am häufigsten verwendete Wort ist hier: nackt.
Das lyrische Ich –die Autorin?- entkleidet sich hier und wird dabei mit Schicht um Schicht des abgelegten Kostüms mehr ICH. Das Wort Person, Persönlichkeit stammt ja aus dem lateinischen Wort persona für: Maske. In diesen Gedichten fällt Maske um Maske und unter jeder liegt eine weitere und es wird vermutet, dass die Entdeckungen und der Kern der Person irgendwann, nach quälendem Abschälen jeder Einzelnen irgendwann zum Vorschein kommt- im unverrückbaren Glauben, dass er existiert. Das Märchen von Des Kaisers neue Kleider wird hier einmal zitiert, es handelt sich in dieser Nacktheit aber auch um der Autorin UND des Lesers neue Kleider.

Alles ist schon beschrieben
bleibt nur meine Haut
für neue Worte
und Zeichen

Seelenstriptrease also?- Nein, keinesfalls. Entdeckungsreise auf der Suche nach dem verlorenen Ich vielmehr. Das mag nicht modern sein- in der Regel wird der moderne Mensch in seiner Verstrickung in seine Zeit eher durch ein wirres Knäuel an Fäden und Strängen präsentiert –um einmal beim Spinnen zu bleiben- Marlies Blauth versucht dieses Knäuel zu entwirren und den einen, entscheidenden Strang herauszufummeln. Legitim. Und notwendig.

Und Blauths Gedichte -das muss betont werden- verbleiben nicht in dieser märchen- und ichversponnenen Welt: sie kennen auch Bahnhöfe und Hundehaufen und Omnibusse. Sie legen unter unserem Alltag die uralte, sepiafarbene Schicht frei, die unsere Herkunft -im geistigen Sinn- und die Bedeutungen zeigt, die wir gerne übersehen, weil das Heute so schön blinkt und piept.

In ihrer kunstvollen Einfachheit, ihrer Verständlichkeit sind Marlies Blauths Gedichte eindrucksvoll und stark. Ideal auch für Lyrik-Einsteiger, für Kenner sowieso. Ein schöner, von der Autorin selbst, die auch als bildende Künstlerin einen Namen hat, illustrierter Band, der zum Immer-wieder-Lesen und immer-wieder-Neues-entdecken einlädt. Zeitlos, schwebend.

 

Marlies Blauth: Dornröschenhaus

Taschenbuch: 80 Seiten
ATHENA-Verlag;
ISBN-13: 978-3898966917
12,90€

 

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out now: Trakl-Translations

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Da ist es also: mein neues Bändchen beim Brot & Kunst Verlag.
Die Trakl-Translations enthalten 25 „Übersetzungen“ von Gedichten des österreichischen Expressionisten Georg Trakl.
Die Translations sind Trakl minus Katholizismus minus Pathos plus Lakonie plus Moderne. So kommt irgendwie wieder Engels raus… . Eine strenge Auflage an mich selbst war die Beibehaltung der originalen Struktur und Reimschemata. Auch der begrenzte Trakl`sche Motiv-Fundus sollte eine Entsprechung finden.

Das Bändchen zeigt jeweils Original neben „Übersetzung“, dazu gibt es großartige Grafiken von Christiane Semmler, die auch für das Cover verantwortlich zeichnet.

Aus dem außerordentlich klugen Nachwort des Dortmunder Schriftstellers Josef Krug:
»Trakl-Translations nannte Matthias Engels die vorstehenden 25 lyrischen Experimente wohl nicht nur des Stabreims wegen. Aber muss, um Trakl zu verstehen, sein Deutsch in ein gegenwärtiges – oder als gegenwärtig angenommenes – übersetzt werden? […]
Man könnte sich unter Translation auch so etwas wie ein Übersetzen über einen Fluss vorstellen, eine Fähr-Bewegung von Gedicht zu Gedicht, ein Übersetzen über die mehr als 100 Jahre seit Trakl: Aus dem, was sich nach langer, stürmischer Überfahrt aus der alten Versfracht noch als brauchbar erweist, erschafft der Nachgeborene, zusammen mit eigenen Wort- und Bild-Materialien, neue Texte.«

Der Band aus der Reihe „Lyrik im Quadrat“ hat 80 Seiten und ist für 10€ ausschließlich über den Verlag und mich zu beziehen.

DSCI0114

 

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3 simple poems

 

Okapi-Gmbh-Marktforschung-Feldarbeit-Bleistift

andiewandalswenn

unddies

….3 ganz einfache gedichte…mal so.

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