Schlagwort-Archive: Lyrik

Versnetze #11

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Die neue, inzwischen 11. Ausgabe der Versnetze ist draußen. Die Versnetze sind eine jährlich von Axel Kutsch edierte Anthologie für zeitgenössische Gedichte im deutschen Sprachraum. Sie versammelt, nach Postleitzahlen sortiert, deutschsprachige Lyriker der Gegenwart und erscheint im Verlag Ralf Liebe.

Sehr stolz kann ich vermelden, das gleich zwei meiner Gedichte dabei sind.
Neben Alle Türen gehen nach innen auf findet sich auch Ich will es bunter in ausgesprochen illustrer Gesellschaft.

Ik freu mir!

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KLiteratur #1

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Jüngst erschien die allererste Ausgabe der neuen Literaturzeitschrift KLiteratur aus Köln zum Thema GOTT. Neben vielen tollen Beiträgen enthält das wunderbar gestaltete Heft auch meinen Text: In Armstrongs Aufzeichnungen keine Engel, damals Titelgedicht meines ersten eigenen Bandes. Mit der Illustration Gianluigi Espositos noch mal schöner! Feines Ding!

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komplex #8: unheimlich

 

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Da ist sie: die neue (8.) Ausgabe der Literaturzeitschrift -komplex- aus Innsbruck.
Das Thema des schicken Heftes ist -unheimlich- und eine komplette Doppelseite enthält mein Langgedicht: 5 Personen, lachend.

Feine Sache!

 

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Dinçer Güçyeter: Aus Glut geschnitzt -eine Art Rezension

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Ich habe Stimmen gehört- sehr viele unterschiedliche Stimmen und Töne. Sie alle gehören dem Dichter Dinçer Güçyeter.

In dessen eigenem Elif Verlag erscheinen die reizvollsten neuen Stimmen der deutschen Gegenwartslyrik sowie internationale Entdeckungen in Übersetzung. So steht der Verleger Dinçer Güçyeter ständig in einem poetischen Stimmengewitter und mein Eindruck sagt, er dirigiert es mühelos und mit großer Freude.
Aus Glut geschnitzt, der 2017 erschienene eigene Band des Dichters Güçyeter zeigt nun, wie all diese Töne durch ihn hindurchgehen, sich in Eigenes verwandeln, Echos finden und Widerhall.
Die Gedichte im Band sind äußerst abwechslungsreich, lang kurz, zart und rau; eben denkt man, man habe sich den Ton des Dichters erschlossen, da folgt bereits ein weiterer. Und die Stimmen überlagern sich. Dinçer Güçyeter findet strukturelle Mittel, die ihm ein vielfältiges, buntes Sprechspiel und lyrisches Selbstgespräch ermöglichen. Die Stimmen überlagern sich, kommentieren sich selbst; in Prologen und Fußnoten, in Kursiv gesetzten Einschüben. Dies bleibt stets bereichernd und spielerisch und der Leser dabei nicht ratlos auf der Strecke.

Es scheint nicht verwunderlich, wenn man erfährt, dass der Dichter und Verleger zusätzlich über Erfahrung als Schauspieler verfügt. Es scheint, als spiele –besser: verkörpere- Dinçer Güçyeter auch in seinen Texten zahlreiche Rollen, glaubhaft und mit großem Geschick. Als seien sie ihm eine Bühne für sein ganz persönliches Stück, mit ihm in allen Rollen perfekt besetzt. Er ist der modernen Lyriksprache mächtig, scheut aber –anders als viele Kollegen- die Emotion und das Pathos nicht, was diesen Band extrem bereichert. Aus Glut geschnitzt ist opulent und bunt, nachtschwarz und herzblutrot.

Es wäre an sich nicht erwähnenswert- trüge es nicht zur besonderen Mischung der Geschmacksrichtungen in diesem Bande bei: Dinçer Güçyeter ist türkischer Niederrheiner oder auch niederrheinischer Türke. In Nettetal geboren –nicht gerade dem Epizentrum der lyrischen Moderne- beherrscht er sowohl den rheinisch-heiteren Ton als auch diesen speziellen dumpftrockenen des Niederrheins- wo die düsteren Brüter hausen, schrieb einmal Jemand über diese Region…
Aber da sind eben doch auch die Wurzeln: das Orientalische, Märchenhafte, Üppige. Güçyeter ist all diesem und den Traditionen, der Kultur seiner Eltern und Großeltern heftigst verpflichtet und greift gern und oft darauf zurück. Er wird dabei aber nicht zur männlichen Scheherazade oder zum folkloretauglichen Märchenonkel, sondern bezieht, glasklar und sprachmächtig, Position zu gegenwärtigen türkischen Befindlichkeiten in der Heimat und hier.

Aus Glut geschnitzt hat viele Zutaten- welche davon besonders hervor schmeckt, wird schnell klar: die Liebe. Da ist der liebevolle Vater, der liebende Sohn, der Gatte. Dazu kommt diese riesengroße Liebe des Autodidakten Güçyeter zur Lyrik, die in diesem Band jederzeit spürbar ist. Die Lust am Wort, am Spiel und am reinen Klang. Dinçer Güçyeter traut sich noch, zu besingen; mit seinen Worten Situationen und Personen zu preisen und zu verklären- und dies wird nie peinlich, weil echte Emotion eben nie peinlich ist. Er vermag zu analysieren, zu zerlegen und zu hinterfragen- aber er weiß auch, Schönes einfach mal als solches stehen zu lassen.

Dinçer Güçyeter ist ein Dichter der Menschlichkeit und der Liebe. Tief verwurzelt in verschiedenen Traditionen und in der Moderne mühelos zu Hause. Aus Glut geschnitzt selbst ist zum Versinken weich und warm, dabei zum Verbrennen heiß und messerscharf.

Dinçer Güçyeter: Aus Glut geschnitzt
ELIF Verlag, Nettetal, 2017
ISBN 9783946989097
112 Seiten, 18.00€

 

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Update Anthologie

heimataufruf

..und dann bekommt man urplötzlich, aus dem Nichts, eine grandiose Heimat-Geschichte aus New Orleans zugeschickt und erfährt, dass ein amerikanischer Germanist unsere kleine Ausschreibung entdeckt hat und verbreitet.

Dafür mag ich die Arbeit an unserer Anthologie, deren Einsendeschluss am 15.02. endet.
124 Einsendungen aus 15 Nationen, in 8 Sprachen.
Darunter 11 preisgekrönte Autoren und/oder Texte…
Und es ist ja noch Zeit!
Macht mit! Besonders bei der Kurzprosa könnten wir noch Gutes gebrauchen.
Die Zeichenvorgabe von 2000 muss dabei nicht zuuu eng gesehen werden……

Stay happy!

 

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Noch 5 Wochen: Ausschreibung Heimat

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Noch ca. 5 Wochen läuft unsere Heimat-Ausschreibung.
Dann beginnt die Auswahl und die definitive Zusammenstellung. Voraussichtlich im Herbst wird dann die Anthologie zum schwierigen Begriff bei stories & friends erscheinen.
Wir kommen jetzt bereits auf fast 70 Einsendungen- aus Deutschland, Österreich, Island, Rumänien, Ägypten und und….
Preisträger und Siegertexte literarischer Wettbewerbe sind darunter. Die wohl derzeit bekannteste deutsche Lyrikerin ist dabei und Gewinner des postpoetry-Preises. Literarische Urgesteine und „junge Wilde“. Lyrik, Prosa, Poetry Slam…
Aber: wir haben durchaus noch Platz!

Nutzt die verbleibende Zeit und sendet eure Texte ein oder macht befreundete Autoren aller Länder auf unser Projekt aufmerksam.
Wie schmeckt Heimat?
Wie riecht Heimat?
Ist Heimat eher ein Volkslied, ein Dylan-Song oder Rammstein?
Kann man zwei Heimaten haben?
Oder kann man sie mitnehmen und wie?
Ist Heimat eher ein Ort oder doch ein Gefühl?

Hier noch einmal die Ausschreibung ausschreibung heimat

Unser Postfach heimatlektorat@web.de ist 25 Stunden am Tag geöffnet.
Wir freuen uns über jeden Text und jeden neuen Kontakt!

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out now: Syrinx Magazine #5

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Post aus Leipzig:
das extradicke, fabulöse 5. Syrinx Magazine enthält 18 Postkarten mit von Illustratoren ins Bild gesetzten Texten- darunter auch mein Nur Sonnenuntergang. Das wirklich ungewöhnlichste Literaturmagazin, das ich kenne, kostet diesmal 10€. Bestellen kann man es hier: syrinx.magazine@gmail.com
Und jetzt zeig ich`s auch:

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