Out now: Warum ich lese

 

Im Mai vergangenen Jahres veröffentlichte Sandro Abbate auf seinem Novolero-Blog den Artikel Warum ich lese. Die Resonanz anderer Literatur-Blogger war groß; viele lieferten ihre persönliche Version des Leser-Werdens. Schnell war die Idee geboren, ein Buch daraus zu machen.

Nun ist dieser Plan wunderbare Wirklichkeit: „Warum ich lese“ ist jetzt als Gemeinschaftswerk 40 deutschsprachiger Buchblogger im noch jungen homunculus Verlag aus Erlangen erschienen, einem Verlag, der durch seine bibliophile Arbeit bereits von sich Reden gemacht hat.

Ich freue mich sehr, dass auch ich mit meinem dingfest-Blog dabei sein darf. Ein echtes Schmankerl für Leseratten und Bücherwürmer!

Außerdem mit dabei:
1001buecher.wordpress.combibliothekarium.debooknerds.debuchrevier.com,
buchstabenmagie.blogspot.debuecher-kater-tee.dechristianweis.orgdasdebuet.comdasgrauesofa.com,
filmtheaterlesesaal.blogspot.defraeuleinjulia.de,
kaffeehaussitzer.dekapri-zioes.dekulturgeschwaetz.wordpress.com,
laubet.delectureoflife.wordpress.comlesemanie.blogspot.de,
lesenmachtgluecklich.wordpress.comlesenslust.wordpress.comliteratourismus.net,
literaturgedanken.blogspot.comliteraturleuchtet.wordpress.comlohntdaslesen.de,
lustauflesen.demokita.denotizhefte.wordpress.comnovelero.de,
palomapixel.blogspot.depeter-liest.depinkfisch.netpoesierausch.com,
schiefgelesen.netsoundsandbooks.comwasmitbuechern.de und
zeichenundzeiten.com.

 

 

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Zum Welttag der Poesie

welttag

 

 

 

 

 

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21. März 2017 · 9:13 am

Heimatabend in: Arnsberg

heimatabendlogoAm 31.03. ist es wieder Zeit für eine „eine etwas andere literarische Landvermessung“. Von 17.00 -18.30 Uhr gastieren Thorsten Trelenberg und ich mit unserem gemeinsamen Programm „Heimatabend“ in Arnsberg in der Alten Synagoge- einer absolut wunderbaren Location. Anlass dafür ist das Jahrestreffen des Verbands deutscher Schriftsteller in NRW.

Erneut werden wir launig über diesen schwierigen Begriff philosophieren und unsere eigenen „Heimatgedichte“ zu Gehör bringen.

landschaft mit großem hthorbuch

Wir freuen uns schon.
Mehr zum „Heimatabend“-Programm gibt es HIER
Zum gesamten Programm des VS Treffens geht es HIER

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Einsendeschluss: Lieblingsplätze

westfalenkarteblanko

Heute, 24.00 Uhr, endet offiziell die Einsendefrist für die von Thorsten Trelenberg, Thomas Kade und mir konzipierte und betreute Anthologie: Lieblingsplätze & Herzensorte, die die liebsten Stellen vieler verschiedener Autoren aus der Region Westfalen versammelt.

Wir haben eine Menge toller Gedichte, Geschichten etc. erhalten und danken allen Einsendern sehr! Da das Interesse doch größer war als erwartet, würden wir Nachzügler, die evtl, erst jetzt von der Sache hören, bis spätestens 5.3. noch bei unserer Auswahl berücksichtigen.

Alle, die schon etwas geschickt haben, möchte ich noch an ein Foto erinnern, das sie bevorzugt selbst geschossen haben oder sie an besagter Stelle zeigt. Wäre toll!

News dann hoffentlich bald. Vorerst vielen Dank für Eure Beteiligung!

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„Love`s the higher law“ aus: Bullerbü brennt

 

Das-Haus-vom-Nikolaus

Love`s the higher law

Ach Jan, die Liebe! Was ist nicht in ihrem Namen schon alles Verheerendes geschehen! Und was ist nicht im Laufe der Jahrtausende schon alles zusammengeliebt worden. Ist irgendwem schon einmal aufgefallen, dass wir darin –anders als in der Wissenschaft oder der Technik, dem Sport- nicht besser werden? Es gibt keinen Fortschritt; keiner liebt besser als die Generationen vor ihm, keiner lernt letztlich aus den Desastern der Anderen und denkt nur angesichts seiner eigenen überwältigenden Wallungen, dass nur die eigene Bestimmung und Legitimation folglich die echte sei und all diese mythischen, großen Liebespaare sie eben nicht wirklich gehabt hatten: Adam und Eva, Orpheus und Eurydike, Romeo und Julia, Captain Smith und Pocahontas, Napoleon und Josephine, Rhett Butler und Scarlett O`Hara, Yoko Ono und John Lennon, Susi und Strolch, Elvis und Priscilla, Sartre und de Beauvoir, Bonnie und Clyde- all diese unterschiedlichen, von etwas Großem und Übermächtigem gegen alle Zweifel und Anfechtungen zusammengeführten Paare: was haben sie erreicht, wie viel haben sie uns weitergebracht in der Definition und Durchführbarkeit einer großen Liebesgeschichte?! Keiner liebt besser, intensiver, freier von Qual und Missverständnissen als sie. Wir wissen nach wie vor nicht, was uns da für ein Schwebezustand überfällt, von dem wir mehr wollen und immer mehr und vor allem eines: Dauer; den wir für unkaputtbar halten, auch wenn er längst vergangen ist.

Es reicht nicht für große Reisen. Mit den Kindern in den Park, den Botanischen Garten. Erst über Imitate fernöstlicher Brücklein gehen, dann unter importierten afrikanischen Baumriesen stehen. Ausflüge in die ersten Ausläufer des Teutoburger Waldes, in den Zoo, für den die Oma ihnen eine Jahreskarte zu Weihnachten geschenkt hat. Jan und Sonja erklären: Tukan, Pinguin, Pelikan. Vögel fliegen, Fische schwimmen, Löwen rennen. Ganze Samstage verbringen sie dort, Jan trägt den Rucksack mit Brötchen, Keksen und einer Flasche Wasser, in der die Kinder salzige Crackerkrümel hinterlassen. Ausgiebige Zwischenstopps auf den Spielplätzen, Ersatzkleidung ist angebracht. Das Tropenhaus wird zum Daueraufenthalt, die Affen haben es den Kindern angetan. Erste peinliche Fragen, wenn das Makaken-Männchen dicht an der Scheibe hektisch sein Weibchen besteigt. Die Orang Utan-Eltern hängen träge in den Seilen, während die Kleinen wild herumtollen. Jan bedauert deren unfreiwillig öffentliches Familienleben ein wenig, staunt aber genau wie alle anderen über die Ähnlichkeit der Primaten mit ihren bekleideten Betrachtern. Letztlich, und zu dieser Feststellung lässt ihm die Situation immerhin Zeit, scheint ihm der Unterschied zwischen den Seiten der Scheibe marginal. Wie die Affenkinder haben auch die Menschenkinder verschiedene Temperamente und das eine findet mehr Wohlwollen als das andere. Welche ganz offensichtlich Rabauken sind, denen es an Erziehung fehlt und welche eher still, ist auf beiden Seiten schnell abgeschätzt. Ein Blick auf das jeweilige Elternpaar bestätigt den Eindruck dann ebenso unzweifelhaft. Das Affenpaar in den Baumschaukeln scheint ihm in seinem Verhalten da sogar ursprünglicher und natürlicher. Da ist der Affenmann, der mit seinem geliebten Sack auf dem Kopf herumspielt und erst eingreift, wenn der Nachwuchs allzu rüde miteinander umspringt und die Affenmutter, die das Kleine nicht aus den Augen lässt, während die Größeren toben.

Sonst erst Kindergarten, dann Schulfeste, Besuche bei Freunden, die jetzt auch nach und nach anfangen zu heiraten. Nach der Geburt des zweiten Kindes hat Sonja den Job gewechselt. Mittlerweile arbeitet sie wieder Vollzeit, aber Jan ist der Wiedereinstieg nicht gelungen. Seine Elternzeiten waren schön, überall und von Jedem ist er dafür gelobt worden. Aber hier und da hört er über Dritte auch kritische Stimmen. Man lobt zwar Sonjas Arbeitseinsatz als vorbildlich, fragt sich aber, was Jan denn den ganzen Tag tut. Als er wieder anfängt zu arbeiten, einige Stunden über die Woche verteilt, bedauert man Sonja, dass sie nach der Arbeit auch noch die Kinder betreuen muss. Wenn jetzt seine Freunde auch langsam Väter werden und das durchplanen wie eine geschäftliche Transaktion ist er verwirrt und fragt sich, wie er und Sonja das geschafft haben. Unmittelbar nach dem ersten Ultraschallbild wird der Trockner bestellt, das ist scheinbar das Wichtigste.

Jan hat keine Lust mehr, Ratschläge zu erteilen oder Gespräche darüber zu führen. Er wird auch nicht wirklich zu Rate gezogen. Es ist zu lange her, dass er in der Situation war, Gesetze haben sich geändert. Man muss das Optimum dabei rausholen, klug planen, damit nicht durch eine unachtsame Planung Defizite entstehen, die man hätte vermeiden können. Er will auch nicht klagen oder immerzu warnen. Er hätte damals gerne Jemanden gehabt, den er hätte fragen können, aber da war niemand. Jetzt dient er vielleicht insgeheim als abschreckendes Beispiel, obwohl er diese Zeit seines Lebens, in der er nicht der Arbeit und dem Geld hinterher hetzte, als durchaus gelungen empfindet. Andere Prioritäten. Ein Kleinkind, dass sich krank in deine Arme flüchtet und seinen Darm dort unter Weinen und Schmerzen in seine Windeln entleert, ist schlimm, aber ein Kind, dem auf dem Schulhof von Älteren bedroht wird, auch. Sie fallen jetzt nicht mehr so oft, der aufrechte Gang ist durch, aber ein Sturz mit dem Rennrad ist nicht durch Pusten rückgängig zu machen. Nächte ohne Schlaf wegen eines Kindes mit Koliken sind anstrengend, aber auch nicht anstrengender als Nächte ohne Schlaf wegen eines Kindes, das sich schwer tut, den Streit mit dem besten Freund zu verdauen.

Der letzte Satz der Serie, die die Kinder so gerne sehen, ist immer gleich: Jeder Tag ein neues Abenteuer! Und Jan sieht an ihren Augen, sie glauben genau DAS! Wenn der ganz normale Junge mit seinem kosmischen Kumpanen täglich die Welt rettet, mit Hilfe eines Schuhkartons in eine andere Galaxie reisen kann, dann ist das auch für sie möglich. Sei dabei!, tönt es noch, dann ist das Abenteuer wieder vorüber und Jan muss an die Mathe-Hausaufgaben erinnern oder zu langweiligen Terminen drängen. Schon die laufenden Kosten fressen einen Großteil des Einkommens auf, nur damit man Strom, Gas und Wasser hat und einem der Müll abgeholt wird. Wenn man diese Eintrittskarte für die Zivilisation bezahlt hat, bleibt nicht mehr viel. Und dann: Versicherungen: Feuer, Wasser, Hausrat, Haftpflicht, Erwerbsunfähigkeit, Krankheit und Arbeitslosigkeit. Monatliche Beiträge an die Anstalten, die aus reiner Menschenliebe „für Ihre Sicherheit“ sorgen und hat man wirklich einmal einen Schadensfall, wird man kühl auf den kleinen Passus hingewiesen, nachdem gerade dieser Gegenstand leider ausgenommen ist. Das alles klingt vielleicht wie Jammern auf hohem Niveau und es stimmt, zumindest, wenn man an die Überschwemmungsopfer in Australien denkt, denen das Wasser die ganze Existenz fortreißt oder die Eltern in Afghanistan, die ihre Kinder an die Taliban verkaufen, damit sie was zu essen haben, aber trotzdem muss man es mal loswerden.

 

 

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– Regionale Autoren für Anthologie gesucht-

westfalenkarteblanko

Liebe Leute,
vor längerer Zeit ging ich es schon einmal an und musste das Projekt leider ruhen lassen. Nun wird es wieder konkret, weshalb ich hier nun erneut einen kleinen Aufruf starten möchte:

Für ein neues Buchprojekt mit dem Arbeitstitel: Lieblingsplätzchen & Herzensorte suche ich Autoren, die einen Bezug zu meiner Heimatregion Münsterland/Westfalen (Wohnsitz oder Herkunft) und Interesse haben, evtl. einen literarischen Beitrag zu einer geplanten Anthologie zu leisten. Vielleicht kennt Ihr auch Jemanden offline und könnt einen Kontakt herstellen.
Es geht darum, dass AutorInnen mir in einem kleinen Text ihren Lieblingsplatz der Region verraten. Das kann eine Stadt, ein Gebäude oder ein Baum sein, eine Eisdiele, ein Kino oder eine Ruine. Bitte keine Schulaufsätze, aber sonst sind alle Genres willkommen: Gedicht, Geschichte, Anekdote- irgendwas, was die besondere Faszination des besonderen Ortes spürbar werden lässt.

Gemeinsam mit meinem Heimatabend– Mitstreiter, dem Dichter Thorsten Trelenberg, loten wir gerade Publikationsmöglichkeiten aus und sind schon in Kontakt mit Verlagen.  Es gibt noch keinen konkreten Termin, im Moment sondieren wir einfach nur die Möglichkeiten.

Texte als word-Datei gern an mich: westlit@web.de
Sie sollten nicht länger als 3 Normseiten sein oder bei Gedichten nicht mehr als 3 Stück.
Bitte schreibt den Ort dazu und gern 2 Zeilen, warum er so wichtig für Euch ist.

Wär das was für Euch oder kennt Ihr wen?- Ich würd mich freuen!

Bei Rückfragen immer gerne melden!!!

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sunday poem: keine beben inwärts

schneemann

ungefähre halbtotale
aus verschiedenen winkeln
deren wiederbelebung sinnlos ist
solange nicht die bilder abnehmen
an gehalten und gewalt

nur die brüchige bleistift-
strichdünne herzschlaglinie
horizont gibt flackernd
ausschlag über die gegen
standsfarbe der stunde

überall nur anfänge und über
gänge der tag ausgeblendet
zum schwarzen ball verzeichnet
keine stummen gewitter
und keine beben inwärts

 

 

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