#alloverheimat Rezension Westfalenspiegel

Unter der Überschrift: Neues aus dem melting pot (hier: Ruhrpott) rezensiert das altehrwürdige Periodikum Westfalenspiegel unsere Anthologie: All over Heimat und kommt zu dem Schluss: „Ein besonderes Buch, das sich zu lesen lohnt.“
Vielen Dank, Volker Jacob.

 

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News: Brief an D.

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NewsNewsNews: mein mehrseitiger lyrischer Brief an ein merkwürdiges Land erscheint im Herbst/Winter als Chapbook bei Rodneys Underground Press. Wunderbare Illustrationen von Wienke Treblin, die auch für das Cover verantwortlich zeichnet, liefern noch einen echten Mehrwert. Und ein kluges Nachwort gibt es auch noch dazu! Das wird fein, fein, oberfein!

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Auf die Ohren: Die Stille

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Neulich berichtete ich, dass meine Gedichte Ich will es bunter und mutter sprache in der 1. Ausgabe der Braunschweiger Literaturzeitschrift Die Stille abgedruckt wurden.
Ab heute kann man sich  diese und weitere Texte der 1. Ausgabe auf der Homepage der Zeitschrift von den Autoren (also auch von mir) vorlesen lassen. Eine feine Idee- wer mag mal lauschen? Meine beiden gibt`s auch gleich hier- weitere tolle auf der Stille-Seite.

 

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Christoph Kleinhubbert -Poldernovelle- eine Art Rezension

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Vorab: Christoph Kleinhubberts neue Novelle, fast genau runde hundert Seiten stark, ist ein Kleinod.

Eine Autopanne lässt den Protagonisten Berthold Mohrbach, einen erfolgreichen Schriftsteller Ende Vierzig, im beschaulichen Örtchen Greetsiel an der Nordseeküste stranden. Mohrbach steckt tief in einer Schaffenskrise und der Zwangsaufenthalt könnte beides sein: willkommener Wink des Schicksals oder eben nur ein weiterer Genickschlag.
Der Ort ist freundlich, die gefundene Unterkunft sogar heimelig- Mohrbach sitzt, den Laptop und die Notizbücher in Reichweite, wartend auf einen Einfall. Was er schreibt scheint ihm aber nur als Beweis für sein verlorenes Talent zu taugen. Zunächst selbstmitleidig, dann zunehmend fatalistisch dreht er Runden durch den Regen, führt belanglose Gespräche mit seinem Vermieter und anderen Eingeborenen und- schläft des Öfteren unvermittelt ein, um extrem realistisch zu träumen.
Zeichen seines Ausgebranntseins, der Erschöpfung? Oder gar Vorboten eines ernsthaften gesundheitlichen Kollapses? Nichts Gutes jedenfalls, denn diese Schlaf- und Traumattacken bringen ihn mehrfach in Verlegenheit, lassen ihn nicht mehr zwischen real Erlebtem und Geträumtem unterscheiden. Eines ist ihm klar: so kann es nicht weitergehen.

Und dann verwischt Christoph Kleinhubbert die Grenzen zwischen Realität und Parallelwelt gekonnt und mit Hinterlist immer mehr- wie seiner Figur Mohrbach ist auch dem Leser bald nicht mehr klar, was genau wirklich passiert. Eine ganze Reihe literarischer Motive wird hier ins Spiel gebracht: das Doppelgänger-Motiv der Romantik, zu dem auch ein gewisser Schauer des Gruseligen passt- mitunter meint man in einer lakonischeren Variante einer von E.T.A. Hoffmanns Geschichten zu stecken. Die oft graue und herbstliche Atmosphäre der norddeutschen Küstengegend, der ja jedwede Spökenkiekerei nicht fremd ist, trägt ihr Übriges dazu bei. Mit einem ungeklärten Mord erhalten wir sogar eine Spannungskomponente. All das könnte zu einer abgeschmackten Horrorgeschichte geraten und einem Abklatsch der schwarzen Romantik. Nicht so aber bei Christoph Kleinhubbert.

Ohne zu viel von der Handlung zu verraten: am Ende finden sich Mohrbach und der Leser dann tatsächlich im Zwischenreich von Leben und Tod und an der Seite von Toten wieder. Eine unverhoffte Begegnung mit Mohrbachs Jugendliebe Caro klärt letztlich auf, was nun hier konkret Sache ist und diese Szene zeigt exemplarisch, warum die Poldernovelle nicht zu einem Gruselkabinett gerät. Kleinhubberts Geschick wird in dieser grandiosen Episode besonders deutlich. Die bei aller Rätselhaftigkeit klar und handfest, in einem gleichfalls von Lakonie und Poesie geprägten Stil vorgetragene Geschichte findet hier eine ganz besondere Auflösung.

Man könnte nun mäkeln: hier hätte Schluss sein sollen, die konkreten Umstände, die noch nachgereicht werden, hätte es nicht gebraucht- jedoch bekommt die Novelle hier noch einmal einen Rahmen verpasst, der auf reizvolle Weise die allerersten Sätze noch einmal aufgreift und mit Bedeutung auflädt und der Nachsatz, in dem Mohrbachs Vermieter im vom Autor verlassenen Haus eben doch noch ein während dessen Aufenthalt entstandenes gelungenes Gedicht findet, ist derart charmant, dass man das Mäkeln dann doch getrost unterlassen mag. Schon zuvor finden sich einige Gedankengänge und Formulierungen, um die man Kleinhubbert nur beneiden kann, speziell dann, wenn er Mohrbachs zunehmende Vereinsamung und Abschottung vom Leben und den Lebenden beschreibt. Ein einziges Mal muss aber doch gemeckert werden: dass dem sonst augenscheinlich gründlichen Lektorat zweimal die falsche Schreibweise des Namens Hemingway durchgerutscht ist, tut bei einem literarischen Werk dieser Klasse, in dem es sich noch dazu um einen Schreiberling dreht, etwas weh.

Zuletzt: Christoph Kleinhubberts neue Novelle, fast genau runde hundert Seiten stark, ist ein Kleinod, liebevoll gestaltet und wunderbar von Michael Blümel illustriert-und zwar nicht mit naheliegenden maritimen Motiven, sondern recht expressiven, düsteren Innenwelten, die die Geschichte tatsächlich auf ein weiteres, optisches Level bringen.

Rund ist diese Novelle, auf ziemlich lässige Weise perfekt gebaut und klug. Den Lyriker, der Kleinhubbert ebenfalls ist, hört man auch dieser Prosa jederzeit heraus. Die Poldernovelle selbst ist –wie ihre Illustrationen- mit wenigen kräftigen Strichen ausdrucksstark und mit Wucht gestaltet. Ein weiterer sehr schöner Band im NordPark Verlag, der Liebhaber guter Literatur und bibliophiler Gestaltung auf jeden Fall erfreuen dürfte.

Christoph Kleinhubbert
Poldernovelle
mit Bildern von Michael Blümel
NordPark Verlag
ISBN 978-3-943940-22-0

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Werkstattberichte

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Ein Romanmanuskript in der Schublade, das noch einen Verlag sucht und schon wieder zurück zum historischen und biographischen Roman. Noch nicht klar, wie das Thema anzupacken ist.

Ein Materialmonster.
Ein Monster von Hauptfigur, mit einer verwirrenden Biographie.
Kein Schriftsteller diesmal im eigentlichen Sinn. Aber er wäre gern einer gewesen.

Viele Knotenpunkte der deutschen Geschichte werden berührt.
Es wird also um Deutschland gehen, ja. Aber auf welche Weise? 
Da ist Jemand modern, liberal, sogar zeitweise ein Revoluzzer, der sich für seine Haltung ins Gefängnis stecken lassen muss. Und dann wird er königstreu, bereist die Welt und sieht überall nur Germanen? -Heute nicht mehr vorstellbar, aber damals nicht unüblich.

Da ist ein knorriger Westfale in Bayern, in Griechenland, auf Gran Canaria und in Afrika. Da ist ein Gegenüber, das in der Literatur, im Film und in der öffentlichen Wahrnehmung so ausgelutscht und klischee-behaftet ist, dass man es fast nicht mehr benutzen kann..obwohl: es gibt diese fabelhafte Klaus Mann-Novelle, die als Vorbild dienen könnte. 

Man bräuchte Personal, bräuchte Quellen, die zum Teil kaum recherchierbar sind, sogar der Öffentlichkeit gar nicht zugänglich mitunter. Was tun? Das Ganze mit Fantasie auffüllen? -Wahrscheinlich.
Auf die Faktenlage pfeifen und die Literatur einfach entlang der großartigen Idee frei flattern lassen? -Wenn man kann!
Die Ironie könnte helfen. Einmal üppig ironisch über das Ganze drüber? Sozusagen augenzwinkernd erzählen? -Schwierig, aber eine Möglichkeit!

Und dann jedes Mal die gleichen Fragen:
Wie komponieren?
Chronologisch? -Am einfachsten, ja. Für den Leser leichter, ja. 
Zeitsprünge? – Ja, aber logisch und nachvollziehbar. Schwierig also.

Wieder Reisen, wieder viele Orte, viele reale Quellen:
Nicht in das Strickmuster meines Romans um Oscar Wilde und Knut Hamsun verfallen.
Etwas Anderes machen! -Nicht ZWEI Hauptfiguren, auch wenn die Eine, Potentielle so einlädt! Nur die EINE Hauptfigur!

Und dann schrieb diese Hauptfigur selbst derartig gute Prosa, dass man am liebsten alles so stehen lassen würde, aber es soll ja MEIN Roman sein und kein Lesebuch aus Seinen Werken. Das Ganze nachbilden, im Ton, im Klang? -Einen Versuch wert.

Das Ganze braucht einen Erzähler. -Oder mehrere?
Es wird kein Ich-Erzähler, das ist schon klar.
Es wird kein klar Benennbarer, das auch.
Auktorial also.

Aber man braucht Dialog! –Aber wie sprach Er? Und wie die Anderen?
Und: kann man/soll man Dialekt abbilden und wie?- Schwierig!

Generell: ein Projekt, das mich an meine Grenzen bringen wird.
So klar zunächst eine Struktur, eine Idee da vor mir stand- so stark verschwimmt das Ganze gerade im Detail. Was ist nützlich, was nicht?
Ist all das nur für mich als angefixten Autor spannend und interessant, aber für den Leser irrelevant? –Kann gut sein!

Ich habe da eine Riesenmaschine in Gang gesetzt, die ich nun kontrollieren muss.
Wir werden sehen…

 

 

 

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Heikle Passagen in: Bochum

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Kommenden Freitag, 07.06., dürfen Wilde & Hamsun noch mal raus. Gemeinsam mit Hans Ulrich Heuser, der Lyrik lesen wird, gastiere ich mit den beiden Protagonisten meines Romans im Blue Square, Bochum im Rahmen der Ruhrliteraten im Quadrat

Literarische Spurensuche mit Matthias Engels und Hans-Ulrich Heuser

18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei

Details gibt es HIER

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mosaik- Zeitschrift #29

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In der brandneuen Ausgabe der mosaik- Zeitschrift für Literatur & Kultur- aus Salzburg findet sich eines der Gedichte des großartigen Peter Spafford aus Leeds: People with kids aus seinem Band Quick. In der mosaik-Rubrik Babel ist es im Original und in meiner Übersetzung abgedruckt. – Sehr schön! Ich schätze Peters Lyrik und ihn als Person sehr. Eine schöne Zusammenarbeit.

 

 

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