Schlagwort-Archive: Roman

– Seestück & Urlaub-

see

Endlich! Morgen geht`s ab auf die Insel, für die ich sowas von reif bin! Aus diesem Anlass noch einmal mein: Seestück. Mittlerweile gibt es so viele davon, dass eine gute Bekannte meinte, es könne doch bald mal eine „See-Torte“ geben….das ist wahr.
Ich wünsch Euch erst mal was- bis bald!

Am Sommerurlaub haben sie bisher nicht gespart, auch wenn er Jan für den Rest des Jahres mit immer mulmigerem Gefühl die Kontoauszüge ziehen ließ. Er empfand beim  Prüfen dieser Zettel immer dieselbe merkwürdige Enttäuschung und nicht einmal nur wegen der zum Monatsende gen Null tendierenden Zahl. Ein schönes Wochenende, ein Urlaub, besondere Momente, alles war darauf in Buchungen übersetzt und die Erlebnisse, die damit verbunden waren, nicht erwähnt.

Ein gemeinsames Essen, (die Kinder liebten das chinesische Buffet) an einem Tisch, in den unter einer Glasplatte eine kleine Landschaft aus Bambus eingelassen war; konzentriertes, unbeholfenes Stochern mit Stäbchen in Reis war hier nur eine Abbuchung von 54 Euro von einem Empfänger namens Lotus-Lokal. Und der verfluchte Glückskeks, der mit der Rechnung gebracht wird, barg bei Jan den Spruch auf einem Zettel:

„Es ist an der Zeit, ein wenig Geld zu sparen!“

Ein Ausflug in die Stadt, an einem klaren Frühlingstag, ein Bummel um den See und durch Geschäfte mit einem neuen Buch für die Tochter und einem kleinen Spielzeug für den Sohn ist auf diesen Auszügen nur

8 Euro 95 an ihre bevorzugte Buchhandelskette und

7 Euro 50 an den Spielzeugladen.

Trostlos, denkt Jan dann und hat einen neuen Grund, sich diese lichtempfindlichen Zettelnicht mehr anzusehen.

Es ist eigentlich alles so einfach. Allein das Fehlen jeglicher Verpflichtungen lässt ihn herunterschalten. Er war schon als Kind begeistert gewesen vom flackernden Schnee im Fernsehen in Sendepausen (auch etwas, das es nicht mehr gab und was er den Kindern erst hätte erklären müssen). Für ihn hatte es immer etwas Beruhigendes gehabt. Ähnlich geht es ihm jetzt mit der monochromen Fläche Silbergrau, vor der er steht.

Ein Ärobier an seinen Elementsgrenzen, den aufrechten Gang gewohnt als Ausweis seiner fortgeschrittenen Spezies, doch ahnend, der Quastenflosser belächelt beharrlich die Zentralperspektive. Das Meer ist seit jeher des Himmels Reim, mit verminderter Transparenz, anders im Aggregatszustand und ohne zweifelhafte Transzendenz: Neptun und die Mischwesen aus Mensch und Fisch sind längst schon Disney und harmloser Kitsch.Und die Atlanter? –Sie gähnen gelangweilt

Es ist noch immer derselbe Parkplatz, den sie zuerst ansteuern, nur teurer. Immer noch derselbe See, um den sie laufen, um ans Meer zu gelangen. Jetzt gibt es dort auch Tretboote. Was damals ein Verliebtenparadies war, ist jetzt ein Kinderversprechen geworden, das von der Gegend gottlob (noch?) mühelos gehalten wird.

Jan weiß, später werden die Kinder über diese Urlaube eventuell anders denken, werden sie spießig oder altmodisch finden und vielleicht wenigstens mit einem Lächeln sagen, dass die Alten sich halt nie weiter weg getraut haben. Oder sich schämen, wenn die Freunde und Klassenkameraden erzählen, an welchen exotischen Orten sie selbst ihre Ferien verbracht haben.

Jan registriert andere Dinge. Die Einheimischen sind geschäftsmäßiger geworden und weniger ruppig, seit die Flüge ins Ausland so billig sind. Ein wenig spürt er die Schäbigkeit des Ganzen, bemerkt plötzlich die Familien, die mit ihnen hier sind. Sie wirken nicht, als führen sie aus Überzeugung hierher, sondern, weil das Budget nichts anderes zulässt. Zwar werden hier und da nutzlose Dinge allzu freigiebig gekauft, aber das ein oder andere Eis  dann aber ohne Begründung gestrichen. Er fragt sich, ob sie auch so wirken und kann das zum Glück (noch?) verneinen.

Unglaublich klein sind die Kinder, wenn sie nur 30 Meter entfernt von ihm im Watt stehen und mit ihren Schaufeln Dämme anlegen und zum Einsturz bringen und neue aufbauen.Als er damals mit Sonja allein hier war, hat er auch Familien beobachtet, aber die wirkten anders. Bollerwagen mit Kindern hinter sich herziehend, Eimer oder Schaufeln schleppend, ganz gewöhnlich. Ganz wie heute auch, aber damals kam ihm das erstrebenswert vor. Das wollten sie auch und wenn ein Pärchen ungefähr ihrer beider Statur hatte oder etwas in der Wirkung ähnlich war, haben sie sich oft vorgestellt, das sie das sein könnten, zehn Jahre älter.

Vor diesen grauen Flächen; vor dieser leise schwappenden See, diesem diesigen Himmel ohne jede Tiefe fühlt sich Jan erstaunlicherweise beruhigt. Grobes, unregelmäßiges Gras im klumpigen Sand, Pfützen vom gerade erst abgezogenen Regen wie große Scherben darin. Es riecht nach Meerdas heißt, genau genommen- nach salzigem Schmodder und Schlick, alles andere als fein. Plärrende Kinderstimmen und polterndes Elterngeschimpfe in unattraktiven Dialekten wehen vom Spielplatz herüber. Auf der Bank links schweigt eine bärbeißige Alte mit Krampfadern ihren Bildzeitung lesenden Mann an. Von Mutterschaft und Langeweile völlig zerstörte Körper liegen in pedantisch aufgehäuften Sandfestungen mit Deutschlandfähnchen, am Fähranleger drängeln ältere Eltern mit ihren sportiven Hightech-Kinderwagen in der Schlange vor. Trekking-Jacken, Künstlerschals um Vertreterhälsen, gut gelaunte Männergesangsvereine aus dem Rheinland mit Fischerhemden aus dem Andenkenladen über den Bierbäuchen. Trostlos tobendes Menschengewirr in einer denkbar unwirtlichen Enttäuschung aller Sommerträume.

Das sind wir nicht. Das sind wir immer noch nicht, denkt er. Wir sind immer noch: etwas Anderes, etwas anders. Bei allen Elternabenden, allen Besuchen von Disney-Filmen, allem Kuchenbacken für den Sonntagskaffee ist das Andere nicht in der Mehlschwitze der deftigen Bratensoße ertrunken.

Ein Streifen helles Blau oben, ein Streifen dunkles Blau unten. Ein Tag am Meer. Wenn du es auf den Kopf stellst wird es eine Nacht, mit einem dunklen Himmel und einem vom Restlicht aufgehellten Meer.

Als habe sich das Meer irgendwann für die nächsten Milliarden Jahre für das Gleiten als vorübergehenden Zustand entschieden. Er weiß ja, dass das Meer das schon ewig tut, dieses Hin und dieses Her. Wenn es still liegt, kann man sich nicht vorstellen, dass es rau und wild sein kann. Wenn es aufgewühlt Wellen an den Strand wirft, glaubt man, es wird nie wieder damit aufhören. Wenn Jan sich besinnt, weiß er, dass niemand sagen kann, ob es immer so weiter geht: Ebbe, Flut, Ebbe, Flut, ständige Wiederholung, die ja angeblich nirgendwo hinführt. Gleichmaß, Gleichförmigkeit, im ewig gleichen Rhythmus, wie Herzschlag. Fort sein, anschwellen, da sein, abschwellen. Nie für immer da, nie für immer fort.

Er weiß ja, dass auch nach 1000 Seiten, nach 30, 40 oder 70 Jahren nicht alles gesagt ist. Das letzte Wort; noch nicht gesprochen, welches wird es sein? Er weiß, er kann nur versuchen, Fäden zu finden und festzuhalten, bis sich eine Art Netz bildet, einzelne Fundstücke, Knüppel von Treibgut sammeln und zusammenzufügen, bis das Gebaute einem Floß gleicht, auf dem man theoretisch fahren kann. Er kann nur Puzzleteil auf Puzzleteil versuchen unterzubringen und nicht zweifeln, wenn auch nach Jahren nur ein unwesentlich abgestuftes Blau zu sehen ist. Er kann nur Karte um Karte umdrehen, in der Hoffnung, das die richtige irgendwann kommt. In seinen Träumen muss er Auto fahren, stundenlang im Kreisverkehr und er tut das erstaunlich langmütig, immer daran glaubend, dass die richtige Ausfahrt irgendwann, wie aus dem nichts auftaucht und irgendwo hinführt.

Jan sitzt auf einer Bank am Wasser und besieht die Wolken.

Sie ziehen sehr langsam, sehr tief. Jan sieht ein um das andere Mal eine tiefschwarze Regenwolke, auf eine Helle folgen, beide jeweils von der sinkenden Sonne grell beleuchtet, in ihrer Farbkraft verstärkt. Jan sieht den Schwarm Möwen auf der nahen Düne unter jeder dunklen Wolke, die darüber zieht, sich nervös erheben und sich unter der folgenden Hellen wieder niederlassen.

Er empfindet, an einem Bonbon lutschend, auf einmal das Glück, nichts anderes zu tun zu haben und erwartet das Endes dieses Gefühls. Er nimmt sich das erste Mal seit langem als handelnde Person mit einem Effekt wahr, als auf sein Rascheln mit dem Bonbonpapier ein dicker schwarzer Vogel neben ihm auf der Bank landet.

Es ist, als probiere er ein Spiel aus, als Zeitvertreib; das Spiel, die Dinge genau anders herum zu betrachten als gewohnt. Er sieht, wie das Meer endlos Wellen an den Strand stößt, die dort schnell versanden; wie die Wolken ständig kleine, vom Wind bald aufgelöste Teile absondern, und weiß plötzlich, er hat die ganze Zeit ebenso Teile von sich abgestoßen und ist trotz dessen immer noch der, der er ganz am Anfang war. Alles, was er an Selbstauslöschung und Auflösung betrieben hat, ist gescheitert. Ist er gescheitert?

Er weiß es nicht.

Als wäre alles, was er sich nicht zugestehen wollte, ihm heimlich gefolgt und nun, da er einen Augenblick unachtsam war, unwiderruflich zu ihm zurückgekehrt. Er weiß noch nicht, ob er das gutheißen soll, aber er weiß, er muß es nicht jetzt entscheiden und das tut ihm wohl.

2 Kommentare

Eingeordnet unter prosaisch

Die heiklen Passagen…HOTLIST 2016

hotlistcover passagen

Bis zum 21.08. ist noch Zeit, über die Kandidaten für die hotlist 2016 abzustimmen. Mit im Rennen ist mein biographischer Roman über Oscar Wilde & Knut Hamsun. Jeder Klick (kostenlos, ohne Anmeldung und in Sekunden getätigt) zählt. Ich würde mich freuen.

Mit der Hotlist werden jedes Jahr die besten deutschsprachigen Bücher aus unabhängigen Verlagen gekürt. Ich war schon unglaublich froh, dieses Jahr mit meinen „heiklen Passagen“ nominiert worden zu sein- jetzt ist allerdings eingetreten, womit ich nie gerechnet hätte: das Kuratorium des Wettbewerbs hat meinen Roman für die Kandidatenliste ausgewählt, aus der bis zum 21.08. per Abstimmung die 10 Titel gewählt werden können, die letztlich auf die Hotlist kommen. Direkt zum Wahllokal geht es HIER.

Ich würde mich natürlich riesig freuen, wenn in den nächsten Wochen alle, die meinen Roman gelesen und gemocht haben, dies auch durch ihre Abstimmung kundtäten. Die Konkurrenz ist groß und stark und natürlich geht es neben der Qualität auch darum, wer seine Anhänger am besten motivieren kann. Drei Plätze auf der Liste werden aus den Stimmen der Leser vergeben- ich wäre selbstredend seeeeehr gerne dabei….

aniosca

 

Deshalb HIER  noch einmal die ausführliche Leseprobe zu meinem Roman.
Und einige Presse- und Leserstimmen:

„Matthias Engels ist anhand des konkreten Beispiels zweier ungleicher wundersamer Herren ein überzeugendes und unterhaltsames literarisches Parallelportrait des Künstlers als junger, nicht mehr ganz so junger und – im Falle Hamsuns – steinalter Mann gelungen. Ein Buch für Literaturbegeisterte und Bibliophile.“
(C) Anton Goldberg | indieautor.wordpress.com [Lesen]

„Ein alter Passagierdampfer. Dahinter zahlreiche Segel von anderen Schiffen vor einem Himmel, der aussieht wie vergilbtes Papier. Die ersten Assoziationen von Abenteuer und Entdeckergeist, historischer Romantik und Realität werden nicht enttäuscht werden: Matthias Engels legt mit Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun einen ansprechenden (literatur-) historischen Roman vor. Gut recherchiert, gut arrangiert.“
(C) Lisa Viktoria Niederberger & Josef Kirchner | Mosaik [Lesen]

„Matthias Engels liefert mit seinem Roman ein Zeitzeugnis, in dem Realität und Fiktion ineinanderfließen … Eine umfangreiche Recherche-Arbeit muss dem unweigerlich vorausgegangen sein. Es sind ebensolche Quellen, mit denen das Geschehen glaubhaft untermauert und die damalige Zeit lebendig wird.“
(C) Annette Traks | http://www.annette-traks.com [Lesen]

„Matthias Engels bringt beide großen Autoren in einem wunderbaren Roman zusammen. (…) Dabei widmet sich Engels nicht nur dem Aufstieg und dem Fall, sondern auch dem Liebesleben beider “wundersamer Herren”. Der gelernte Buchhändler und heute in Westfalen beheimatete Autor von Romanen und Gedichten lässt auch die damalige Zeit lebendig werden. Er beschreibt die Neue Welt mit ihrer rasanten Entwicklung, an der die Erfindung der Glühbirne und des Telefons sowie der Bau der Eisenbahn maßgeblichen Anteil haben.“
(C) Constanze Matthes | http://www.zeichenundzeiten.com [Lesen]

„Ein biographischer Roman, der mit Fakten spielt und ein lesenswertes Panorama der damaligen Zeit und Literatur beschreibt. Der Roman erzählt episodenhaft und kurzweilig aus den stets wechselnden Perspektiven der Protagonisten, die sehr gegensätzlich waren und gänzlich andere Lebensweisen hatten. … „Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun“ ist eine lohnenswerte Reise.“
(C) Hauke Harder von der Buchhandlung Almut Schmidt | Leseschatz [Lesen]

„Das so hautnahe Miterleben zweier außergewöhnlicher Männer der Feder empfindet man als schmerzlich, was für Matthias Engels spricht, der in ausdruckstarker und gereifter Sprache mit diesem Buch eine würdige Reminiszenz an Wilde und Hamsun geschaffen hat.“
(C) Daniela Loisl | histocouch.de [Lesen]

„… Nie hat man das Gefühl, einer ganz großen Sache auf der Spur zu sein. Stets sind es die kleinen Dinge, die Engels in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt. … Das große Ganze sieht man erst im Nachhinein. Und so ergeht es auch dem Leser, der erst auf den letzten Seiten begreift, wie Engels den Bogen schlägt, der beide Wege verknüpft. Erzählt wird nicht nur die Geschichte zweier ungleicher Dichter, es ist auch der Abschied von einer vergangenen Epoche, ein Zeitenwandel, dem das Ende des zweiten Weltkriegs einen donnernden Schlussakkord verpasst, bevor eine neue Zeit beginnen kann.“
(c) Theresa Link | Blog [Lesen]

„Es gibt sie also noch. Neuerscheinungen, die wie funkelnde Sterne den Bücherhimmel erleuchten. Eine Bereicherung für jeden Bücherschrank …“
(C) Lyriker Thorsten Trelenberg | histo-couch [Lesen]

2 Kommentare

Eingeordnet unter -

Die rätselhaften Dokumente des Mr. O.W.

In der Tribune vom 04.06.1906 berichtete Robert Ross, Oscar Wildes Freund und Testamentsvollstrecker:

„Im April 1895 beauftragte mich Wilde, in seine Wohnung zu gehen und von seinen sämtlichen unveröffentlichten Manuskripten Besitz zu ergreifen. Er war nämlich bankrott erklärt worden und saß schon in Untersuchungshaft. …Ich entdeckte, dass die „Florentinische Tragödie“, die Niederschriften zweier anderer unveröffentlichter Stücke … und die erweiterte Fassung des Essays „Das Porträt des Herrn W.H.“ rätselhafterweise verschwunden waren. Jemand muss vor mir da gewesen sein.“

Und tatsächlich gab es immer wieder Rätsel, Unklarheiten und Wunderliches um einzelne Werke des Dandys aus Dublin.
Die beiden weiteren Dramen, die Ross in obigem Bericht als gestohlen vermutete, waren Die Herzogin von Padua und Die heilige Buhlerin. Vom ersten existierte gottlob bereits eine schriftliche Fassung für die Bühne, das Manuskript des zweiten wurde 1897 von einem Freund Wildes in einem Londoner Antiquariat gefunden, für wenig Geld erworben und zu seinem Verfasser geschickt, der sich mittlerweile im Pariser Exil befand.

Die Florentinische Tragödie blieb verschollen- bis Wilde sich mitten im Trubel um seinen Prozess, seine öffentliche Schmähung und seinen finanziellen Ruin, an eine frühere Fassung erinnerte. Wiederum ließ er Ross danach suchen, der sie letztlich unter alten Aufzeichnungen fand, unvollständig und unbeendet, aber dennoch.
Dies alles geschah in den turbulenten Tagen rund um Wildes Verhaftung.

oscarwildesalelargeNur wenig später,  am 24. April wurde Wildes gesamter Besitz öffentlich und in Anwesenheit der Ehefrau Constance versteigert, um Geld locker zu machen. Von Wildes umfangreicher Bibliothek über die Kunstgegenstände bis zum Zinnsoldaten der Söhne und den Nachttopf kam alles unter der Hammer.
Im Verlauf dieser Versteigerung gab es zahlreiche Diebstähle, aus reiner Gier oder aus dem hehren Antrieb einiger Bewunderer, wenigstens ein paar persönliche Dinge zu „retten“. Es wurde -Anwesenden zufolge- auch wahllos in Papieren gewühlt und -wer weiß- es könnten Manuskripte darunter gewesen sein.

Die Vorstellung ist sicher reizvoll und vielleicht befeuerte sie auch manch spätere Spekulation.

CollinCravanWildes Neffe, Fabian Avenarius Lloyd, der unter dem Namen Arthur Cravan bekannt wurde und heute als DADA-Pionier verehrt wird, war für jede aufsehenerregende Aktion zu haben. Nicht nur trug er einen Boxkampf gegen den ehemaligen Schwergewichts-Weltmeister Jack Johnson aus, den er verlor, aber mit dem Kampfgeld seine Überfahrt nach New York finanzierte- 1913 veröffentlichte er einen Artikel,  in dem er angab, sein Onkel Oscar habe ihn in Paris besucht. Er erfreue sich bester Gesundheit und sei seit seinem vorgetäuschten Tod durch Indien und Indonesien gereist.

cravanDem Pariser Korrespondenten der New York Times war dieser Bericht eine Recherche und einen großen Artikel wert, in dem behauptet wurde, es gäbe niemanden, der Wildes Leiche gesehen habe. Aus dem Artikel vom 09.09.1913:
Auf unsere Bitte hin sprach unser Korrespondent er mit Arthur Cravan, dem Neffen des Dichters, und nach seiner Rückkehr gab er folgende Auskunft: „Ich bin fast überzeugt, dass Cravan Recht hat und Oscar noch unter den Lebenden ist. Er erzählte, dass Wilde ihn am 23.3. diesen Jahres in seinem Apartment besucht habe und einige Stunden geblieben sei. Ein Imitator sei es unzweifelhaft nicht gewesen. Laut Cravan ist er jetzt ziemlich kahl und das Haar, das noch verbleiben ist, sei weiß. Außerdem hab er sich einen langen Bart wachsen lassen. Sein Teint sei bronzen, das sei den südlichen Ländern geschuldet, in denen er sich seit seinem Verschwinden aufgehalten habe. Auf alle meine Einwände hatte Cravan eine Antwort parat. Ich bin mir beinahe sicher, dass wir eines Tages Oscar Wilde in Paris wiedersehen werden.

Cravan legte schließlich nach und behauptete, im Grab seines Onkels befänden sich keineswegs dessen Überreste, sondern vielmehr zwei unveröffentlichte Manuskripte. Er wette 500 Dollar darauf, aber die französische Regierung schlug die Wette aus und verweigerte eine Exhumierung.

Cravan selbst ging, nach einer Begegnung mit Leo Trotzki nach Mexiko, betrieb eine Boxschule und absolvierte noch mehrere Kämpfe. 1918 kehrte er von einer Bootstour nicht zurück. Seine Leiche wurde nie gefunden und obwohl er 1920 für tot erklärt wurde, hielten sich auch hier Gerüchte über sein Weiterleben im Geheimen.

Und dann ist da -andersherum- noch der Roman Teleny, der heute unter Wildes Namen erscheint. 1893 anonym in einer Auflage von nur 200 Exemplaren in London herausgegeben, ist Wildes Autorschaft hier bis heute nicht gesichert. Die Vermutung, die homoerotische Liebesgeschichte stamme von Wilde, geht auf den Buchhändler Charles Hirsch zurück. Dieser arbeitete in der Librairie Parisienne, wo er  für mehrere Freunde Wildes zuständig, die allesamt Exemplare des Manuskriptes erhielten, was Hirsch aufhorchen ließ.  Eine Durchsicht zeigte mehrere unterschiedliche Handschriften, von denen eine der Handschrift Wildes glich. Hirsch vermutete daraufhin, dass Wilde das Manuskript gemeinsam mit Freunden verfasst hatte oder zumindest für die endgültige Druckversion verantwortlich zeichnete. Geklärt ist das nicht.  Erst 1966 erschien der Roman unter dem Namen Oscar Wilde, allerdings in einer zensierten Version.

So bleibt ein vorhandenes Wilde-Buch so rätselhaft wie einige Verlorengeglaubte oder nie Geschriebene und viel Nebulöses um den undurchschaubaren Dandy. Da liegt es nahe, zu spekulieren und ihm allerlei zuzutrauen.
Es gibt nicht umsonst sogar eine Krimi-Reihe mit ihm als Hauptfigur und auch ich beschäftige mich erneut mit ihm.
Nach meinem im Herbst erschienenen Roman: Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun, in dem einiges des oben geschilderten erzählerisch auftaucht, verarbeite ich derzeit für eine Anthologie die zahlreichen mysteriösen Todesfälle im Dorian Gray als Persiflage auf den klassisch englischen Krimi.

cover passagenblog

Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Stories u. Friends
ISBN-13: 978-3942181846
19,90 €

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -

„Die heiklen Passagen…“ Rezension von Sophie Weigand

 

weigand

 

Im Mai rezensierte Sophie Weigand meinen Roman: Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun auf ihrem Blog: literatourismus.net.  Wie ihr schon mitbekommen haben werdet, ist mein Buch Kandidat für die hotlist 2016. Aus diesem Grunde möchte ich die Besprechung hier noch einmal in ihrer Gänze bringen- für diejenigen, die vielleicht noch unschlüssig sind, ob sie mir im hotlist Wahllokal ihre Stimme geben möchten- oder auch einfach so.

hotlistcover passagen

Sowohl Oscar Wilde, Dandy und Ästhet, als auch Knut Hamsun, unbekannter Norweger, besteigen um 1881/1882 ein Passagierschiff nach Amerika. Während Wilde als Vortragsreisender die Herzen der modernen Städter im Sturm erobert, verläuft Hamsuns Suche nach einer Arbeit nicht eben erfolgreich. Niemand kennt ihn, niemand hat auf ihn gewartet. Matthias Engels‘ collageartiger Roman um zwei Schwergewichte der Literatur versteht charmant zu unterhalten.

Manch einem Buch gelingt es schon auf den ersten Seiten, Stimmung zu kreieren als rollte ein Kulissenarbeiter im Hintergrund mal eben die richtige Atmosphäre ins Blickfeld. Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde und Hamsun ist so ein Buch. Mittels detailgenauer Beschreibungen und einem etwas barocken Erzählstil katapultiert Matthias Engels seine Leser nicht nur ins ausgehende 19. Jahrhundert, sondern jeweils an die Seite zweier Herren, von denen wir heutzutage alle gehört haben. Einer, Oscar Wilde, seines extravaganten Auftretens wegen in der Heimat bereits hinlänglich bekannt, wird auf amerikanischem Boden sofort von Reportern überrannt. Seine Vorträge über Ästhetik und Kunst sind ein Publikumserfolg, jedenfalls in den großen Städten. Im ländlicheren und kleinstädtischen Amerika verfängt seine Exaltiertheit nicht. Dort wird auch ein Oscar Wilde mit voller Haarpracht und einem Pelzmantel noch skeptisch beäugt. Doch darüber hinaus ziert sein Gesicht beinahe jede größere Tageszeitung.

Jeder kannte sein merkwürdig verzerrtes Spiegelbild und hielt es für echt und er selbst musste zugeben, dass es ihm außerordentlich gut gefiel und er es gern zur Marke trug. Nur die Oberfläche war schließlich interessant und alle Kunst Oberfläche. Wer darunter schaute, tat das auf eigene Gefahr.

Ganz anders: Knut Hamsun, der, zu diesem Zeitpunkt noch ohne Pseudonym und Nobelpreis, einfach als Knud Pedersen amerikanischen Boden betritt. Er kommt nicht mit einer Dienerschaft und großen Aufträgen, auf Knud aus Norwegen hat niemand gewartet. Eigentlich will er mit Journalisten sprechen, sich einen Namen machen, wenigstens einen Job finden. Sein Bruder hatte ihm Amerika in den schillerndsten Farben geschildert. Als Knud ihn nun besucht, findet er einen enttäuschten Säufer vor, auf den niemand sich mehr verlassen will. Der norwegische Gast mit Schriftstellerambitionen pendelt von einem Gelegenheitsjob zum nächsten und kommt seinem Traum keinen Millimeter näher. Eine niederschmetternde ärztliche Diagnose zwingt ihn zunächst zur Rückkehr nach Norwegen. Er ist, jedenfalls zu diesem Zeitpunkt, Wildes Gegenentwurf; ein Antiheld, dem man wegen seines fortgesetzten Misserfolgs nur umso mehr Erfolg wünscht.

Ein Grund, weshalb Engels‘ Roman eine so rasante Sogwirkung entfaltet, sind u.a. die kleinen Exkursionen, die er in die logbuchartigen Aufzeichnungen der Reisen Wildes und Hamsuns einstreut. Dabei geht es um Thomas Edison und die Erfindung der Glühlampe sowie dessen Mitarbeit an einem stabilen Stromnetz, das viel zu dem Gefühl beitrug, New York schliefe niemals. Es geht um P.T. Barnum, einen Zirkuspionier und stadtbekannten Märchenerzähler mit einem Hang zum Kuriosen und Gigantischen – so ließ er 1882 den riesigen Elefantenbullen Jumbo aus dem Londoner Zoo nach New York verschiffen. Am Rande zur Kenntnis gebracht werden den LeserInnen auch die Verhandlungen über den Greenwich-Nullmeridian (äußerst zäh) und die Abhandlungen des irischen Chirologen „Cheiro“ (eigentlich: William John Warner), der Oscar Wilde nach der Sichtung seiner Hände ein böses Schicksal voraussagte (äußerst dubios). Manches hat Engels erfunden, anderes dehnt und formt er zu seinen Gunsten. Am Ende entsteht ein Panorama, das ein weit umfassenderes Bild abgibt als nur biographische Eckdaten Wildes und Hamsuns.

Amerika war das lauteste Land, das je existiert hat. Man wachte morgens nicht vom Gesang der Nachtigall auf, sondern von der Dampfpfeife.

Engels ist dort wirklich überzeugend, wo die Collagetechnik aus Zitaten, Zeitungsartikeln und mehr oder minder verbürgten Anekdoten nicht allzu augenfällig ist. Dort, wo ein Dialog mit Oscar Wilde nicht klingt wie eine lose Aneinanderreihung seiner Aphorismen. Meistens glückt das Wagnis, manchmal wirkt Wilde hölzern und leblos. Als wollte mir jemand einen Charakter erklären, statt ihn zu zeigen. Bisweilen ist der Roman Qualitätsschwankungen unterworfen, die zu ärgerlichen Fehlern führen. Dort liest er sich plötzlich stockend als sei Sand ins Erzählgetriebe geraten: „Er hatte trotzdem feine Gesichtszüge und ein ziemlich intelligentes Gesicht.“ Ein Satz, den man besser redigiert hätte. Sätze wie „Danach verspürte sie den heftigen Wunsch, den Autoren (sic!) kennenzulernen„, „Sie ging zum Hotel, nachdem sie anlegt hatten“ oder „ein gewisser Odeur“ schmälern auf halber Strecke das Vergnügen. Allerdings sind solche Schnitzer eher dem Lektorat anzulasten als Matthias Engels selbst. Sieht man davon ab, ist Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun ein vergnüglicher und stimmungsvoller Roman, der seine Hauptakteure bis an ihr Ende begleitet. Oscar Wilde landet bekanntlich wegen Unzucht einige Jahre in Haft und stirbt 46-jährig vereinsamt in Paris. Knut Hamsun erreicht ein hohes Alter, wird 1920 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet und unterstützt die nationalsozialistische Politik. Von Goebbels, der Hamsun sehr schätzte, wurde diesem gar eine Audienz auf dem Obersalzberg gewährt. Beide, Wilde wie Hamsun, bleiben streitbare Gestalten; Menschen mit Ecken und Kanten, die ihnen im verklärenden Licht der Rückschau gelegentlich glattgeschliffen werden. Matthias Engels ist ein unterhaltsamer und lebendiger Roman geglückt, der Lust macht auf Wilde und Hamsun.

Matthias Engels: Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun
Stories & Friends,
448 Seiten
19,90 €

Soweit Sophie Weigands ausführliche Rezension meiner „Passagen“ auf ihrem Literaturen- Blog.  HIER geht es zum Original. Noch einmal vielen lieben Dank dafür!

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -

Passagen hotlist Presse

Okapi-Gmbh-Marktforschung-Feldarbeit-Bleistift
Auch die Westfälischen Nachrichten von heute widmen sich der hotlist und meinen Passagen….ich freue mich über jede Stimme für den Roman, mich und den Verlag STORIES & FRIENDS. Zur Liste und zur Abstimmung: bitte HIER entlang…..
hand_feder_04

engelswn

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -

Denken Sie an Ihr Herz

herz.gif

Der Arzt sagte: Denken Sie an ihr Herz!

Er sei nun einigermaßen wieder hergestellt, müsse sich aber dringend noch schonen. Mit Stichen in der Brust sei bei Überanstrengung noch längere Zeit zu rechnen.
Denken Sie an ihr Herz! Es war das erste Mal, dass das Jemand zu ihm sagte.
Dabei denkt er ständig an sein Herz, hat sich oft gefragt, ob das Herz tatsächlich Sitz der Gefühle sein sollte, Herzdame, Herzkönig, oder ob man besser der wissenschaftlichen Sicht der Dinge folgte, nachdem die Pumpe so etwas wie ein kleines Kraftwerk war. Er hat sich oft sein Herz vorgestellt wie einen dicken roten Vogel, eingeklemmt zwischen den Rippenbögen, sein Brustkorb ein zu enger Käfig. Er war nur das Haus seines Herzens und manchmal dachte er an ein Herz, wenn er an ihre erste gemeinsame Wohnung dachte, 2 Herzkammern, Küche, Diele, Bad.

Er war aufgewacht, nassgeschwitzt und mit der klaren Gewissheit, dies sei jetzt ein Infarkt. Zuvor hatte er sich herumgewälzt, hatte verzweifelt versucht, der Beklemmung irgendwie zu entkommen, die er nicht hatte orten können. Als er nun wach auf dem Rücken lag und in die Dunkelheit starrte, fühlte er, wie eng sein Brustkorb sich zusammengezogen hatte. Das Atmen fiel ihm schwer, immer wieder legten sich Schleier vor seinen Blick und er konnte nicht sagen, ob es an der Müdigkeit oder an etwas anderem lag. Hin und wieder nickte er weg, aber scharfe Stiche in der Brust weckten ihn nach Sekunden wieder auf.
Er war nie ernstlich krank gewesen, kannte solche Schmerzen nicht. Er konnte den Kopf nicht heben, die Arme nicht bewegen, jeder angesprochene Muskel antwortete mit Schmerz. Sonja hatte seine Unruhe längst gespürt. So sehr er sich auch bemühte, sie nicht zu wecken,  war sie nun ebenfalls wach geworden und sprach ihn an. Er konnte nicht sagen, was genau ihm fehlte, nur die Schmerzen in der Brust und die Atemlosigkeit konnte er klar benennen. Er solle versuchen, sich zu entspannen, meinte Sonja, ruhig und gleichmäßig zu atmen. Auf jeden Fall müsse er am nächsten Morgen sofort zum Arzt. Sie fühlte seine Stirn, die kaltschweißig war und sagte es ihm und erst da fiel ihm auf, wie sehr er fror, aber das Gewicht der Decke auf der Brust war ihm unerträglich.

Irgendwie waren sie durch die Nacht gekommen. Sonja war früh aufgestanden. Er hatte es nicht bemerkt, da er endlich Schlaf gefunden hatte. Sie hatte die Kinder geweckt und für den Kindergarten fertig gemacht, ihre Arbeitsstelle benachrichtigt, dass sie später komme und ihre Mutter gebeten, anzureisen und nach Jan zu sehen, wenn sie zur Arbeit müsse, einen Arzttermin gemacht. Er hatte nichts von all dem mitbekommen, kam erst zu sich, als Sonja sich über ihn beugte und mit der ihr eigenen Sachlichkeit erklärte, er müsse jetzt zum Arzt und sie werde ihm beim Anziehen helfen. Er weiß nicht mehr, wie er in die Praxis gelangt war, nur, dass es schnell gegangen war, dass die greise Ärztin bei seinem Anblick selber bleich geworden war und ihn am Arm gefasst und gestützt hatte. Er erinnert sich nur bruchstückhaft an das Röntgen des Thorax und die Blutuntersuchung. Es war kein Infarkt gewesen, nur eine schwere Lungenentzündung. Sonja hatte ihn zurück ins Bett gebracht, ihn mit seinen Medikamenten versorgt und war schweren Herzens zur Arbeit gefahren. Von der Ankunft seiner Schwiegermutter, der Rückkehr der Kinder, dem Nachmittag und Sonjas Rückkehr von der Arbeit wusste er nichts mehr. Er schlief, komatös, nur ganz weit hinten, hinter einem Schleier aus Schmerzmitteln und unendlicher Erschöpfung hörte er hier und da, dass Jemand ins Zimmer kam und vorsichtig wieder ging, hörte die vertrauten Geräusche der alltäglichen Abläufe, von denen er sonst ein Teil war. Teller, die auf den Tisch gestellt wurden und einen scheinbar endlos langen Schlaf später wieder abgeräumt wurden, hörte Wasser laufen und Stunden später die Kinder leise Gute Nacht zur Oma sagen, hörte Sonja gedämpft mit ihrer Mutter reden, unendlich weit entfernt. Eben noch war es hell gewesen, jetzt schon konnte er nicht mehr sagen, ob es erst Abend oder schon tiefste Nacht war.
Auf einmal lag Sonja schon neben ihm und schlief und er hatte sie nicht kommen hören, nicht gesehen, wie sie sich ausgezogen hatte. Er war zwei Wochen lang krank gewesen, krank aus dem alten Jahr gegangen und krank in das neue hinein. Hatte im Bett gelegen, als draußen die Raketen flogen. Sonja war um 12 kurz hineingekommen und hatte ihm, nicht ohne Traurigkeit, ein gutes neues Jahr gewünscht. Er konnte nicht antworten, immerhin das Heben des Kopfes war wieder möglich, aber immer noch anstrengend.

 

….aus meinem Roman-Manuskript: Bullerbü brennt

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter -, prosaisch

Mails an Mr. Murphy

 

 

mail

 

 

 

 

…ein weiterer Schnipsel aus meinem Manuskript: Bullerbü brennt. Derartige Mails an Mr Murphy (Ja, den von Murphys Gesetz) schreibt dort mein Protagonist Jan.

Hinterlasse einen Kommentar

1. April 2016 · 11:23 am