Morgen: Heimatabend in: Ahlen

heimatabend neu

Das gemeinsame Programm von Thorsten Trelenberg und Matthias Engels entfernt den Mottenkugelgeruch vom Begriff Heimat und sucht gleichzeitig nach den Gründen für seine neue Brisanz. Beide Lyriker habe sich unabhängig voneinander über einen längeren Zeitraum mit dem Genre Heimatliteratur befasst und im Zuge dieser Beschäftigung jeweils einen Zyklus Gedichte erstellt, die das schwierige Thema mit modernen lyrischen Mitteln angehen.

Bei ihrem gemeinsamen „Heimatabend“ lesen der bekannte Flusspoet Thorsten Trelenberg aus Schwerte und der Steinfurter Autor Matthias Engels aus ihren eigenen Texten zum Thema Heimat und versuchen, den Begriff zwischendurch auch im Gespräch einzukreisen.

Stadtbücherei Ahlen
Südenmauer 21
59227 Ahlen

Beginn 19.30 Uhr
Die Abendveranstaltung ist für etwa 2 Stunden geplant. Eintritt wird nicht erhoben. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Wir bitten um eine Reservierung der Plätze persönlich in der Stadtbücherei Ahlen oder telefonisch unter: 02382-59-292.

 

 

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außer.dem #25

In der neuen, 25. Ausgabe der Literaturzeitschrift außer.dem findet sich neben vielen großartigen Texten auch mein Gedicht was wenn. Die außer.dem erscheint bereits seit 1999 in München und veröffentlicht zeitgenössische, moderne Texte, die sich außerhalb des eingeführten Literaturbetriebs sehen und der herkömmlichen Lyrik und Prosa überraschende und innovative Textalternativen gegenüberzustellen versuchen.

Ich freu mich, in so guter Gesellschaft dabei zu sein.

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vielfaltdurchlesen: die bunteste Literaturliste gegen Einfalt!

binoo

Eine wichtige und feine Aktion des binooki- Verlages:
#vielfaltdurchlesen: die bunteste Literaturliste für Vielfalt und gegen Einfalt! Ich bin mit der Empfehlung eines Lyrikbandes dabei- und wer mag, kann ebenfalls gerne mitmachen!

In Zeiten wie diesen ist es noch wichtiger als sonst, sich für die Vielfalt unserer Gesellschaft einzusetzen und sich zu positionieren. Wir haben deshalb die Aktion #vielfaltdurchlesen ins Leben gerufen, die ein Zeichen setzen soll: Für mehr Vielfalt und gegen Diskriminierung, Hass oder Ausgrenzung. Deshalb rufen wir dazu auf, die bunteste Literaturliste Deutschlands aufzustellen und damit die ganze Vielfalt unserer Gesellschaft zu offenbaren. Wir möchten eure ganz persönlichen Empfehlungen von den Büchern, die für Diversität und Vielfalt stehen. Zeigt sie uns. Zeigt sie der Welt. Zeigt sie den Ewig-Gestrigen, den Spaltern unserer Gesellschaft und denen, die ihnen folgen. Zeigt den Zweiflern und Angstvollen das wahre Gesicht unserer Gesellschaft. Zeigt die Weltoffenheit. Zeigt die Toleranz. Zeigt die Solidarität. Zeigt die Vielfalt. Zeigt euch.

 

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Die vollkommenste aller möglichen Welten

hand
Heute, nach diesem unsäglichen Theater in Berlin, ist bei vielen wohl endgültig jedes Vertrauen in die Regierung erloschen.
Ich bin ja Einer, der immer für Pragmatismus, Besonnenheit und Ratio plädiert und der jegliche Schreierei und aufgesetzte Reflex-Empörung ablehnt, aber die aktuellen Geschehnisse bringen mich doch zum Staunen.
Man muss sich wirklich fragen: Für wie dumm hält man uns und denkt man wirklich, IRGENDJEMAND würde dies als gute Lösung abnicken?
Es gibt fast nur Verlierer (Die Kanzlerin, die SPD, die Demokratie) und die, die jetzt frohlocken, stehen meines Erachtens alle auf der falschen Seite, die eigentlich mit einem klaren Zeichen und mit Rückhalt der Mehrheit der Bevölkerung in ihre Schranken gewiesen werden sollte.
Dieses Handeln zeigt erneut, wie die Populisten unsere Regierung vor sich hertreiben und wie diese ihnen die Schlagworte und Steilvorlagen auch noch täglich selber liefert.

Dieser Kompromiss ist der faulste, den wir bisher erleben durften und das in einer Lage, in der es Führungsstärke, politische Intelligenz und die Fähigkeit zur Moderation der eigenen Entschlüsse bräuchte. Dieser Regierung geht all das ab. Die Kanzlerin, deren Fan ich nie war, die sich aber durch ihren unspektakulären und unaufgeregten Stil und die ein oder andere Entscheidung meinen Respekt erworben hat, hat ihren Instinkt, der sie jahrelang auszeichnete, verloren.
Die SPD, die sich in den letzten Tagen redlich bemüht, lässt sich vorführen wie ein Kindergartenkind. Der Innenminister tappt von einem Fettnapf in den nächsten und kokettiert mit rechtem Sprach- und Gedankenmaterial. Dabei gelingt es ihm zwar nicht, Sympathien oder Wählerstimmen zu gewinnen, aber seine spezielle Position schützt ihn dennoch vor dem Rauswurf. Die Kunst des Rücktritts beherrscht ohnehin keiner der politischen Klasse mehr.

Die Öffentlichkeit versteht diese Zeichen durchaus: Rechtspopulismus scheint nicht so schlimm zu sein und ist offensichtlich salonfähig geworden. Machterhalt und das Vermeiden jeglichen Konflikts scheint wichtiger als eine klare Positionierung.

Ich sag es nicht gern und bin erschreckt, wie AfD das jetzt klingt, aber: diese Regierung ist am Ende, war es vielleicht schon von Anfang an.
Die Kanzlerin stand vor der Wahl, den Innenminister zu brüskieren oder direkt zu entlassen, was unter Umständen zum Bruch mit der CSU geführt hätte, oder die SPD im wahrsten Sinne zu vera…… und zu hoffen, dass sie zugunsten des Fortbestands der Koalition schon wieder einen Kübel Kröten schlucken wird. Vielleicht tut sie es sogar.

Ein Bruch der Koalition wäre also das Logischste. Aber möchte man sich die Lage nach Neuwahlen vorstellen? Möglicherweise wäre keine Regierungsbildung ohne die Rechten möglich. Möchte man in Tagen wie diesen unter Umständen wieder monatelang ohne Regierung dastehen? -Eigentlich nicht!
Jedes demokratische Bündnis wäre richtig, richtiger zumindest als jede Regierung mit AfD. Aber man darf zu Recht zweifeln, dass sich die Parteien gegen eine solche über die links/rechts-Grenzen hinweg zusammenfinden würden. Gerade in Anbetracht der gestrigen Ereignisse.

Wen wundert`s, wenn meine Teenage-Kinder fragen, wen man denn eigentlich noch wählen soll, wenn man dann darf? Die Egos sind überall gleich groß, die Inhalte komplex und übervorsichtig und schlecht moderiert. Eine richtungsweisende Vision ist nirgendwo in Sicht.
Eigentlich würde jede demokratische Regierung genügen, auch diese GroKo würde genügen- wenn sie handeln würde, wie es in ihrer Macht steht, wenn Moral, die Allgemeinheit und der ehrliche Wille zu einem friedlichen Miteinander im Mittelpunkt ihrer Politik stünde und nicht nur die Interessen Einzelner an der Regierung Beteiligter. Dann stünde man -mit klaren Aussagen, Verlässlichkeit und festen Grundsätzen- vielleicht auch gar nicht vor dem Problem des Machterhaltes durch politische Spielchen, sondern hätte Wählerstimmen in einer Zahl, die diese erübrigten.

Was wollen wir denn? Natürlich ist niemandem wirklich an Instabilität gelegen, aber ist Stabilität, ein Weiter-so um jeden Preis wirklich die einzige Lösung?

„Wir sind mehr“-heißt es. Aber was sagt das schon, wenn die, die weniger sind, das politische Geschehen dominieren, die Tagespresse beherrschen und den Diskurs bestimmen? „Mehr“ heißt zunächst einmal gar nichts. Mehr heißt nicht erfolgreich und mehr heißt auch nicht zwingend im Recht. Ich möchte nicht auf 1940 verweisen, als die Nazis mehr waren- waren sie deshalb zwingend die Guten? Warum sich also über die reine Zahl definieren? Wir müssen schlauer sein, überzeugender und geschlossener.
Und: wir sollten nicht nur wissen, wogegen wir sind, sondern besonders auch: wofür!
Wir müssen genauso laut und deutlich wie die Anderen sagen, für was wir eigentlich stehen. Eine Menge tun dies und das ist gut.

Die Anderen aber -und die will ich gar nicht zählen- unterhalten sich zu Tode, konsumieren und posten Katzenbilder. Besser das als Hetzparolen, ja, aber sie erreicht das politische Tagesgeschehen nicht oder zu oft aus zweifelhaften Quellen.
Die müssen wir -solange sie noch nicht völlig verloren sind- wiederholen und dafür muss vielleicht auch der einmal das Wort ergreifen, der ansonsten zu solchen Dingen schweigt. Das tue ich hiermit:

Ich will nicht zusehen, wie mich die Regierung im Stich lässt, denn genau so fühlt es sich an. Ich will mich nicht dumm fühlen, weil ich auf die Politik und die Ratio vertraut habe.
Ich will nicht für dumm verkauft werden.
Ich fordere eine klare Positionierung gegen fremden- und verfassungswidriges Verhalten in allen Variationen und Abstufungen. Ich möchte, dass die, die zugunsten ihres eigenen Fortkommens Intrigen schmieden, Tatsachen verdrehen und Hass schüren, daran gehindert und zur Rechenschaft gezogen werden.

Eigentlich wollte ich heute nur diese Minuten-Novelle des Ungarn István Örkény posten, die sich zwar auf Ungarn und eine andere Zeit bezieht, aber dennoch hier sehr gut passt. Dass sie jetzt am Ende dieses langen Sermons etwas untergeht, möge mir der Autor posthum verzeihen- es ist nicht meines Schuld!

 

»Diese Welt ist die vollkommenste aller möglichen Welten«
»Aber warum nur schweige ich?«
»Ja, warum?«
»Weil mir nichts einfällt«, sagte er und putzte sich die Nase. »Das ist der Zustand der vollkommenen Glückseligkeit.« »So geht es vielen in diesem Land«, antwortete ich. »Ein glückliches Land!«
»Eine glückliche Zeit!« sagte er. »Denn sollte jemandem gegebenenfalls doch noch etwas Sinnvolles einfallen, könnte dieser Gedanke die real existierende vollkommene Welt nur weiter vervollkommnen, was nonsens ist, denn das Vollkommene kennt keinen Komparativ und auch keinen Superlativ. Sollte also jemandem etwas Sinnvolles einfallen, würde das bedeuten, daß unsere Welt nicht vollkommen ist.«
»Und was wäre dann?«
»Dann würde auch mir etwas einfallen.«
»Und? Nichts?«
»Nichts.«
»Demnach hat unsere Welt ohne Zweifel den Zustand der Vollkommenheit erreicht«, sagte ich.

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Poem 13/09/18

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verschwistertes zwitschern

deinen frühesten blick im genick trifft mich dein
erwachen verlässlich rücklings wie kannst du mir
folgen schlendernd wenn ich laufe ist doch dein blut
kaum wärmer als meins und kaum mondsüchtiger
als meine deine inneren gezeiten

erst verschwistertes zwitschern dann gewitter
inmitten verwitweter wälder die gärtner schaufeln
am morgen die vögel auf haufen und der saum des
himmels ist aufgetrennt vom rand des monds
man ist so sehr diese art von wunder gewohnt

wann stellst du mich den verstorbenen vor ich hab
so lang gewartet dir endlich früher zu begegnen wenn
ich vor dir flüchte dich nicht fürchte und allein zurück
lass mit deinem blick auf mich beginnen wir den tag
traumlos mit geschlossenen augen

 

 

 

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Poem 11/9/18

fallen ist.jpg

 

 

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Poem 6/9/18

geese_fly_birds_air-483915

 

Der aufprall der trockenen blätter
auf den gehwegplatten
klingt exakt wie dein schritt
in schlappen wenn du

vom mittagsschlaf
aus dem haus trittst
und merkst dass die zeit
die du dir zum aufwachen
gesetzt hattest längst

verstrichen ist die tür
weit offen lauer wind
die romantik von monoblocksessel
und filterkaffee

auch der schatten der möwe
bleibt noch wenn sie längst
fort ist

 

 

 

 

 

 

 

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