All over Heimat…Herbsttour

 

heimatcrossManchmal kommt man mit den Neuigkeiten nicht nach- ein heißer Heimatherbst ist in vollem Gange. Kommt ganz schon rum, das Ding!
Am Donnerstag lasen wir auf Einladung des Multikulturellen Forums Hamm aus unserer internationalen Anthologie: All over Heimat.
Eva von der Dunk, Claudia Hummelsheim, Jürgen Flenker, Thomas Kade, Thorsten Trelenberg und Matthias Engels präsentierten einige Heimat-Texte aus den Niederlanden, Tunesien, den USA etc. Ein sehr angenehmer Abend, wir haben uns sehr wohl gefühlt!

all over heimat HAMM 2

All over Heimat in Hamm, mit Jürgen Flenker, Thorsten Trelenberg, Eva von der Dunk, Claudia Hummelsheim, Thomas Kade

Und weiter ging es heute: In Aachen, im wunderbaren Haus Löwenstein, durften wir auf Einladung des Literaturbüro Euregio Maas-Rhein und mit Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung NRW ebenso unsere Anthologie vorstellen und eine sehr anregende Diskussion mit dem interessierten Publikum führen. Mit dabei Klara Hurkova, Una Lopez, Bianca Boer, Anita Seo und als Herausgeber Thorsten Trelenberg und Matthias Engels

all over heimat AAchen

..und in Aachen, mit Klara Hurkova, Bianca Boer, Anita Seo Dornbach, Thorsten Trelenberg, Una Lopez

..demnächst:
15.11. Köln, 50 Jahre VS NRW
20.11. Essen Literatürk Festvial (Details folgen)

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Lesung: 50 Jahre Verband dt. SchriftstellerInnen und Schriftsteller

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25. September 2019 · 12:02 pm

Sunday poem

 

landschaft2jesus

Wagner, immerzu

im erdgeschoss riecht es penetrant nach katze
mutter theresa hält in ihrer Wohnung an die 50 stück
nietzsche aus dem dritten stock grüßt nie zurück
und im zweiten blättert der dalai lama belustigt in den

blättchen der discounter. luxemburgs rosa
liegt im bikini auf dem balkon gegenüber brät sich
mahatma gandhi spät noch spiegeleier mit speck
und gegen 11 schaltet jesus die glotze ab

-zu viel elend zuviel gewalt- er klingelt nebenan
bei buddha und sie gehen noch auf einen absacker
in die kneipe ums eck. in der dachkammer bekommt

beethoven von alldem nichts mit und aus der keller
wohnung deren bewohner keiner kennt schallt Wagner
dröhnend laut Wagner, immerzu

 

 

 

 

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Leeds/Dortmund 50- ein Schreibprojekt

Okapi-Gmbh-Marktforschung-Feldarbeit-Bleistift

Die Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Leeds feiert ihren 50sten Geburtstag. Das Projekt LD50 hat aus diesem Anlass u.a Schreib-Partnerschaften von Dichtern beider Städte angeregt und vermittelt. 10 Schreiber aus Deutschland und 10 aus England haben sich in den letzten Monaten literarisch mit dem Thema „Nachbarschaft“ auseinander gesetzt. Präsentiert wird das Ganze im Oktober bei einem großen Festival in Leeds sowie auf einer eigenen Website.

Ich bin sehr stolz, ebenfalls dabei zu sein. Gemeinsam mit meiner Partnerin Barney Bardsley durfte ich jeweils ein Gedicht und eine Kurzprosa verfassen, bei deren Entstehungsprozess wir uns eng aneinander angelehnt und intensiv diskutiert haben. Eine großartige Erfahrung!

Auf der LD50-Website gibt es bereits die ersten Texte aller Teilnehmer.
Dorthin geht es HIER. Als Beispiel einmal mein Gedicht:

Landschaftsbild
Erst nur eine hand voll häuser, ins grün gewürfelt.
dann wenige wege, bögen schlagend um
halststarriger bauern grund. eine spitze kirche:
zur besänftigung der landschaft aufgepflanzt;

aber bald schon paffte die stadt, steckte sich
einen schlot an, den nun, längst erloschen,
stahl und waschbeton überragen.
die visagen der stadt: verzagt und grau;

den meisten nachbarn allzu ähnlich: ein flachbau,
postmodern neben sakralem. einige vernarbte fassaden
neben fensterfronten mit blindem blick; dann
fachwerkreminiszenzen und homöopathisch: grün.

an masten verblasste parteiplakate, vorbei
wogen bahnen und wagen. fremdgewächse suchen
die sonne im kreisverkehr und alle bewohner
gehen gebeugt, bezeugt von tiefen wolken.

 

Und hier in der Übersetzung von Dr. Kara McKechnie von der School of Performance and Cultural Industries der University of Leeds

 

IMAGE OF THE LANDSCAPE
At first just a handful of houses, dotted about in the green
then a few paths, forming loops around
stubborn farmers‘ land. A pointy church:
planted to calm down the landscape;

but soon the city started smoking, lit itself
a chimney, long since extinguished, which is now
overshadowed by steel and exposed concrete.
the faces of the city: disheartened and grey.

Most of the neighbours are all too similar: a flat building,
post modern next to something sacred. a few scarred facades
next to window fronts casting a blind eye; then
reminiscence of half timber and homeopathic: green.

Election posters grown pale on masts, past them
undulate trains and trucks. Unfamiliar plants search for
sun on the roundabout and all the residents
walk with bent backs, witnessed by deep clouds.

 
MATTHIAS ENGELS
TRANSLATOR: KARA McKECHNIE

 

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#alloverheimat Rezension Westfalenspiegel

Unter der Überschrift: Neues aus dem melting pot (hier: Ruhrpott) rezensiert das altehrwürdige Periodikum Westfalenspiegel unsere Anthologie: All over Heimat und kommt zu dem Schluss: „Ein besonderes Buch, das sich zu lesen lohnt.“
Vielen Dank, Volker Jacob.

 

westfalenspiegel.JPG

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News: Brief an D.

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NewsNewsNews: mein mehrseitiger lyrischer Brief an ein merkwürdiges Land erscheint im Herbst/Winter als Chapbook bei Rodneys Underground Press. Wunderbare Illustrationen von Wienke Treblin, die auch für das Cover verantwortlich zeichnet, liefern noch einen echten Mehrwert. Und ein kluges Nachwort gibt es auch noch dazu! Das wird fein, fein, oberfein!

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Auf die Ohren: Die Stille

Okapi-Gmbh-Marktforschung-Feldarbeit-Bleistift
Neulich berichtete ich, dass meine Gedichte Ich will es bunter und mutter sprache in der 1. Ausgabe der Braunschweiger Literaturzeitschrift Die Stille abgedruckt wurden.
Ab heute kann man sich  diese und weitere Texte der 1. Ausgabe auf der Homepage der Zeitschrift von den Autoren (also auch von mir) vorlesen lassen. Eine feine Idee- wer mag mal lauschen? Meine beiden gibt`s auch gleich hier- weitere tolle auf der Stille-Seite.

 

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