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Rezension: „Das atmende Lid“ von Thorsten Trelenberg

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Mit Das atmende Lid legt Thorsten Trelenberg einen weiteren bemerkenswerten Band vor, der die die Fülle der Tonfälle seiner Lyrik um einen weiteren ergänzt.
Der selbsternannte Flusspoet, Kinderbuchautor und umtriebige Literaturförderer aus Schwerte ist ein äußerst fein eingestellter Empfänger für die Stimmungen und Reize um uns herum.
Trelenbergs Poesie ist nicht –wie so viele andere- der Sprachlosigkeit abgerungen, sondern scheint vielmehr aus einer Überfülle an Inspiration zu schöpfen. Alles ist ihm dichterische Inspiration und jeder neue Band gleicht während der Lektüre einem temporären Mithören seines lyrischen Denkens, das unzweifelhaft nicht nach der Niederschrift eines Textes oder eines Zyklus verstummt, sondern unablässig weitergeht.

Trelenbergs Gedichte sind auch im vorliegenden Band, wie auch in den vorigen, meist kurz, hier und da an Haiku erinnernd, sehr dicht, dabei beinahe schwebend. Auch hier findet sich daneben Wortspielerisches sowie vereinzelt Experimentelleres.
Die Gedichte in Das atmende Lid sind Trelenbergs bisher dunkelsten, da sie sich erstmals in dieser intensiven Weise um Tod, Angst und Verletzung drehen. Der sonst so positive und der Schönheit aufgeschlossene Dichter verarbeitet hier wohl die zahlreichen Jahre, die er im Rettungsdienst in unmittelbarer Nähe des drohenden, absolut sinnlosen und banalen Sterbens verbrachte. Fast erstaunlich scheint es da, dass das sonstige Werk des Verfassers so viel warmherzige und spielerische Leichtigkeit verströmt.
Trelenberg besitzt eine unverwechselbare Stimme. Er ist einer der Dichter, bei denen in keinem Text ein Vorbild oder eine Prägung durch andere Autoren durchzuhören ist. Seine Gedichte eilen weder Moden nach, noch versuchen sie, um jeden Preis selbst welche zu generieren.
Glasklar und beinahe schmerzhaft einfach sind die Gedichte in Das atmende Lid gerade dort, wo die Sinn- und Hilflosigkeit gegenüber den Kräften Tod und Angst keine lyrische Spielerei zulassen.
Trelenberg ist –wie in all seinen Gedichten- auch hier der Poet der Menschlichkeit und des Mitgefühls. Die analytische, kühle Distanz, der abgeklärte Sarkasmus sind seine Sache nicht, sollen sie nicht sein. Auch und gerade in diesem Band stellt der Autor diese bewusste Entscheidung wieder ganz offen unter Beweis.

Thorsten Trelenberg
Das atmende Lid
102 Seiten
Dortmunder Buch Verlag
ISBN-13: 978-3945238202

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Literarische Landvermessung in: Bielefeld

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Jetzt ist es amtlich:
Anlässlich des diesjährigen Jahrestreffens des Schriftstellerverbands NRW in Bielefeld werden Thorsten Trelenberg und ich mit unserem heimatabend einer der Programmpunkte sein.
Wir freuen uns sehr über die Einladung!

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Zur Aufführung kommt unsere literarische Landvermessung Weiterlesen

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Sommer/Pausen/Rück-/&/Ausblick

affepurSo, noch zwei Tage- dann geht es ab in den Urlaub. Naturgemäß werde ich das Bloggen, Posten und ähnliches dann erst einmal ruhen lassen…Danach bin ich wieder zu allen Schandtaten bereit, die sich in irgendeiner Weise um die Literatur und Bücher drehen.

Einige Veranstaltungen und Anlässe dieser Art habe ich ja in der ersten Jahreshälfte hier verkünden dürfen. Ich bringe noch einmal in Erinnerung: Ich bin nicht nur les-, sondern auch buchbar!


cover passagenIm Herbst erscheint mein neuer Roman:
Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsuneine Reise ins 19. und frühe 20. Jahrhundert, entlang der Biographien zweier Portalfiguren der literarischen Moderne: Oscar Wilde und Knut Hamsun, die mehr gemeinsam hatten, als man landläufig meint. Der Roman erscheint in einer gebundenen Ausgabe mit ca. 350 Seiten bei stories & friends. Sprechen Sie mich gerne an. Das Honorar für eine 60 oder 90 Minuten lange Lesung ist Verhandlungssache.

Seit nunmehr 10 Jahren leite ich die Lesekreise der FBS Steinfurt mit stets gut besuchten Kursen in 3 Orten. Wir lesen und besprechen Gegenwartsliteratur und Anderes, befassen uns mit Autor und Werk. Dies kann ich auch für Sie tun! In Steinfurt feierten wir just unser Jubiläum mit dem „Feierabend“
artikel feierabend
Thorsten Trelenberg, hervorragender Lyriker und Vortragskünstler aus Schwerte und ich bieten als „größte Dichter Westfalens“ (zusammen knapp 4 Meter!) zwei verschiedene Veranstaltungen an:

Ein literarisches Menü vom Gruß aus der Küche bis zum Absacker, inklusive launiger Anekdoten…Wir gestalten einen geschmackvollen literarischen Eintopf- gerne nach ihren Vorgaben.

-Einen Heimatabend mit unseren westfälischen und niederrheinischen Heimatgedichten fernab von Löns & Landlust. Zum aktuellen Thema 200 Jahre Westfalen sicher nicht uninteressant. Für ein Butterbrot und ein Pils kommen wir gern und gutgelaunt in Bildungseinrichtungen, Schulen, Büchereien etc….

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Auch mein Vortrag: Staubige Mitbewohner oder: eine Art Paradies, in dem ich Texte der Weltliteratur zu Bibliotheken, Büchersammlungen und Lust wie Frust des Lesens darbiete, stieß unlängst im Rahmen der Festwoche der Stadtbücherei Steinfurt auf großes Interesse. Gerne halte ich ihn auch an anderen geeigneten Orten.
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Weiterhin kann ich auch „Duette“ mit dem Berliner Autoren David Wonschewski anbieten, der mit seinen beiden Romanen Schwarzer Frost und Geteiltes Leid, sowie mit seinem Erzählungsband Geliebter Schmerz derzeit landesweit für Furore sorgt. Der aus Nottuln stammende Wahl-Berliner tritt immer gern in seiner Heimatregion (aber auch überall sonst) auf. David Wonschewskis ausdrucksstarke und besondere Vortragsweise ist ein Erlebnis.

Für alle Veranstaltungen stehen uns und mir begleitende Musiker verschiedener Stile gern zur Seite.

Generell gilt: Fragen kostet nichts! Über Honorare kann man reden.
Wir Schriftsteller fahren gerne Bahn und Bus, freuen uns aber über einen Beitrag zur Reisekasse.
Wir machen kostenlos selbst Marketing und schleifen, wenn es Not tut, auch die Oma mit, damit es nicht so leer aussieht.
Wir sind stets bereit, Sonderwünschen nachzukommen, soweit sie dem guten Geschmack und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entsprechen.

Bei Interesse an einer der genannten Veranstaltungen schreiben sie einfach eine Mail an westlit@web.de, kontaktieren mich hier oder unter dingfest-literatur auf Facebook.

Aber erst einmal: einen schönen Sommer und erholsame Ferien!

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Feierabend mit Thorsten Trelenberg

Das war er also: der „Feierabend“.
Vor 50 begeisterten Zuhörern servierten Flusspoet Thorsten Trelenberg und ich gestern unser literarisches 8-Gänge-Menü.
Vom Gruß aus der Küche über Kurzgebratenes und Hauptgang lasen wir uns bis zu selbstgebackenem Kuchen und dem Absacker durch. Texte von Brecht, Born, Benn, Eckenga, Pavese, Treichel, Ernst Meister und schließlich Trelenberg und Engels unterhielten, erheiterten und regten das Publikum zum Nachdenken an. Zwischendrin war Platz für launiges Gekabbel und die ein oder andere Anekdote zum Gelesenen. Hinterher standen ein Süppchen, Sekt und Selters bereit, denn schließlich gab es mit dem 10-jährigen Bestehen meiner FBS Literaturkreise wirklich etwas zu feiern. bücherzeile

Ich danke dem großartigen Poeten und Vortragskünstler Thorsten Trelenberg aus Schwerte für die wunderbare Zusammenarbeit. Wir gaben als „größte Dichter Westfalens“ ein Gespann ab, das viele Zuhörer nach einer Neuauflage fragen ließ. Ich wär` jederzeit dabei!

Steinfurt 1versuch

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