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-Ein Bild sagt mehr…..-

Gestern abend las ich im wunderbaren Ambiente des Steinfurter Huck-Beifang-Hauses im Rahmen der Veranstaltung bilder-dialog, die Teil des umfangreichen Programms des Treffens des Schriftstellerverbandes NRW war. Schüler der Wirtschaftsschule hatten Kunstobjekte zum Thema Licht- und Schattenseiten des Alltags erstellt, die im Nachhinein des SchriftstellerInnen des Verbandes vorgelegt wurden, um sie literarisch völlig frei zu verarbeiten.
Die Wahl meines Bildes fiel mir leicht, auch ohne sofort eine konkrete Idee zu haben.Bild
(Das getöpferte Objekt stammt von Lina Kinscher, Foto von Willi Tebben)

Die Auseinandersetzung mit dem Objekt führte einerseits zu meinem Text SCHWÄRZER, der hier zu finden ist und den ich letztlich gestern Abend vor etwa 65 interessierten Zuhörern vortrug- andererseits brachte sie aber auch noch einen anderen Text hervor:
Gemeinsam mit meinem Haus-und-Hof-Lektor und gutem Freund Sebastian Schmidt vom textbasis.blog stellte ich umfangreiche Überlegungen an, wie sich einer solch kryptischen Bildvorlage überhaupt literarisch zu nähern sei.
Tagelang tauschten wir unsere Ideen und Ansätze aus und befanden am Ende die Überlegungen zur Erstellung eines Textes zum Bild für so interessant, dass wir das Ganze in eine schriftliche Reinform und hier nun auch in eine Hörfassung brachten.

Wer sich dafür interessiert, wie ein solcher Prozess ablaufen kann, welche Hindernisse auftreten und welche Lösungen gefunden werden können, wenn zwei verschiedene Autoren an die gleiche Vorlage herangehen- der sollte sich ein wenig Zeit nehmen und unserem fiktiven Telefonat lauschen.
Ich danke Sebastian Schmidt auf das Allerherzlichste für seine Hilfestellung und Mitarbeit und wünsche allen Anderen viel Vergnügen!

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– Laborarbeit: Gemeinschaftsdichtung mit Sebastian Schmidt-

Vor einiger Zeit lud mich der Lektor und außerordentlich begabte Poet Sebastian Schmidt, den einige schon als Betreiber des textbasis-blogs und eventuell aus verschiedenen Beiträgen hier auf -dingfest-  kennen, zu einem ganz besonderen Projekt ein: Auf der von uns beiden sehr geschätzten Plattform edupad.ch wollte er versuchen, aus gemeinsam mit mir spontan erdachtem lyrischen Material, Texte zu entwickeln. Die Idee: am Ende Ergebnisse zu haben, die zu gleichen Teilen ihm und mir verpflichtet wären und die Grenzen des einzeln dichtenden Autoren-Ichs zu überwinden. -Wie gingen wir vor?

Zunächst brauchten wir Material und einigten uns auf einen Text, der abwechselnd aus einer Zeile von mir und einer Zeile von Sebastian bestehen sollte. Edupad ermöglicht es, simultan und zeitgleich zu arbeiten – sprich: Sebastian sah, was ich schrieb und antwortete seinerseits mit einer Zeile, die ich las und mit einer von mir ergänzte. Jeder vom Einzelnen angedachte Sinnzusammenhang und weiterer Verlauf des Textes wurde also schon mit der nächsten Zeile des Anderen aufgebrochen und in eine völlig andere Richtung gelenkt, die es wiederum fortzuführen galt usw. . So entstand ein Ursprungstext.

Im Weiteren schrieb nun ich eine Variante, bei der ich sowohl die von mir, als auch die von Sebastian eingebrachten Elemente verwendete. So kam es zu Version 1. Diese wiederum bearbeitete Sebastian auf die gleiche Weise und erstellte Version 2. So fuhren wir fort, bis wir das Gefühl hatten, alle Spielarten befriedigend ausgelotet zu haben.

Es war äußerst spannend, zu verfolgen, wie Motive und Begriffe peu a peu verschwanden, wieder auftauchten und sich veränderten. Auch die Form der Texte wandelte sich auf interessante Weise. Letztlich hatten wir beide aus zum Teil fremden Material eigene Texte gemacht. Die jeweils eigenen Tonfälle und Stile von Sebastian und mir sind absolut hörbar, obwohl 50% des Materials nicht das eigene war. Eine Herausforderung und spannende Erfahrung, die einen Selbstversuch absolut wert ist und für die ich Sebastian herzlich danke!

Hier nun die Entwicklung des Ganzen im Einzelnen:

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– Mein „Seestück“ als Siegertext auf dem textbasis.blog-

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Auf seinem textbasis.blog präsentiert Sebastian Schmidt heute meine Geschichte -Seestück- als Siegertext seiner  Ausschreibung: Des Sommers dunkle Seite, inklusive einer von meiner Wenigkeit vorgetragenen Hörversion.

http://textbasis.wordpress.com/2013/10/06/ausschreibung-die-gewinner-matthias-engels-seestuck/

Ein Interview wird noch folgen! Ich freue mich und wünsche alles Gute!

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PS:

Sebastian Schmidt erwähnt in seinem Beitrag übrigens meine Publikation dingfest-
Dieses wunderbare kleine Büchlein ist in Zusammenarbeit mit dem Künstler Walter Brusius entstanden und NICHT im Handel,
sondern ausschließlich über mich zu beziehen.

BRUSIUSCOVER

 

Hier eine kleine Leseprobe zum Blättern: http://issuu.com/corso75/docs/dingfest_vorschau

 

Das Buch wird im Din A5- Format erscheinen und 65 Seiten umfassen.
Für den Preis von 12,80€ (zzgl. 1€ Versand) wird es ausschließlich über mich erhältlich sein.
Wer Interesse daran hat, schicke mir bitte seine Bestellung per mail an:
westlit@web.de
unter Angabe seiner Adresse. Ich versende die Exemplare dann umgehend, wenn sie verfügbar sind.

 

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