Schlagwort-Archive: Dichtung

Oswald Egger zu Gast

egger

Am Freitag, den 28.02. darf ich im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Fördervereins der Stadtbücherei Steinfurt den aus Südtirol stammenden Lyriker Oswald Egger begrüßen. Egger ist mehrfach für sein interessantes und vielfältiges Werk ausgezeichnet- zuletzt schaffte es sein bibliophiler Band Triumph der Farben auf die jährliche Lyrik-Empfehlungenliste der Akademie.

Ein Fest für die Sinne, dieser Band.
Ich freue mich auf die Moderation dieser feinen Veranstaltung.

Falls Jemand in der Nähe weilt- der Eintritt ist frei!

 

 

 

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LD50- Literatur Festival, Leeds

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Am morgigen Montag beginnt in Leeds LD50- das riesengroße Festival zur Feier des 50jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft von Leeds und Dortmund.
Bis zum Samstag stehen zahlreiche Veranstaltungen mit Dutzenden von Teilnehmern aus beiden Städten auf dem Programm. Unter Federführung von Peter Spafford, Lyriker, Musiker und Theatermann, entstanden in den vergangenen Monaten zahlreiche spannende Projekte.
Ich durfte als Mitglied des LiteraturRaumDortmundRuhr am spannenden Austausch: write across borders teilnehmen, der Autoren aus Leeds mit jeweils einem deutschen Partner und Übersetzern zusammenbrachte. Zum Thema Nachbarschaft entstanden in den Teams Gedichte und Prosa in engem und anregenden Austausch.

Alle Ergebnisse sind bereits jetzt auf der eigenen Homepage von LD50 nachzulesen, auch das Programm und interessante Infos finden sich dort. Außerdem wird alles im Internetradio präsentiert. Der Sendeplan findet sich ebenfalls auf besagter Seite.

Write across borders ist in zwei Teilen am Mittwoch und Donnerstag zu hören.
Einen kleinen Happen davon, mein im Team mit Barney Bardsley entstandenes Gedicht Landschaftsbild, möchte ich hier schon einmal zum Anhören präsentieren.

 

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Leeds/Dortmund 50- ein Schreibprojekt

Okapi-Gmbh-Marktforschung-Feldarbeit-Bleistift

Die Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Leeds feiert ihren 50sten Geburtstag. Das Projekt LD50 hat aus diesem Anlass u.a Schreib-Partnerschaften von Dichtern beider Städte angeregt und vermittelt. 10 Schreiber aus Deutschland und 10 aus England haben sich in den letzten Monaten literarisch mit dem Thema „Nachbarschaft“ auseinander gesetzt. Präsentiert wird das Ganze im Oktober bei einem großen Festival in Leeds sowie auf einer eigenen Website.

Ich bin sehr stolz, ebenfalls dabei zu sein. Gemeinsam mit meiner Partnerin Barney Bardsley durfte ich jeweils ein Gedicht und eine Kurzprosa verfassen, bei deren Entstehungsprozess wir uns eng aneinander angelehnt und intensiv diskutiert haben. Eine großartige Erfahrung!

Auf der LD50-Website gibt es bereits die ersten Texte aller Teilnehmer.
Dorthin geht es HIER. Als Beispiel einmal mein Gedicht:

Landschaftsbild
Erst nur eine hand voll häuser, ins grün gewürfelt.
dann wenige wege, bögen schlagend um
halststarriger bauern grund. eine spitze kirche:
zur besänftigung der landschaft aufgepflanzt;

aber bald schon paffte die stadt, steckte sich
einen schlot an, den nun, längst erloschen,
stahl und waschbeton überragen.
die visagen der stadt: verzagt und grau;

den meisten nachbarn allzu ähnlich: ein flachbau,
postmodern neben sakralem. einige vernarbte fassaden
neben fensterfronten mit blindem blick; dann
fachwerkreminiszenzen und homöopathisch: grün.

an masten verblasste parteiplakate, vorbei
wogen bahnen und wagen. fremdgewächse suchen
die sonne im kreisverkehr und alle bewohner
gehen gebeugt, bezeugt von tiefen wolken.

 

Und hier in der Übersetzung von Dr. Kara McKechnie von der School of Performance and Cultural Industries der University of Leeds

 

IMAGE OF THE LANDSCAPE
At first just a handful of houses, dotted about in the green
then a few paths, forming loops around
stubborn farmers‘ land. A pointy church:
planted to calm down the landscape;

but soon the city started smoking, lit itself
a chimney, long since extinguished, which is now
overshadowed by steel and exposed concrete.
the faces of the city: disheartened and grey.

Most of the neighbours are all too similar: a flat building,
post modern next to something sacred. a few scarred facades
next to window fronts casting a blind eye; then
reminiscence of half timber and homeopathic: green.

Election posters grown pale on masts, past them
undulate trains and trucks. Unfamiliar plants search for
sun on the roundabout and all the residents
walk with bent backs, witnessed by deep clouds.

 
MATTHIAS ENGELS
TRANSLATOR: KARA McKECHNIE

 

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-In diesem Fluten- Gedicht

BeFunky_FLUTEN.jpg

 

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Picture/Poem -Falle-

 

falle

 

 

 

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Picture/Poem -Gatter-

gatter

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30. März 2016 · 11:06 am

Sunday Poem: Bessere Zeit

 

Bild

 

 

 

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20. März 2016 · 8:15 am

Gedicht, das ich fürchte

gedichtfürchte

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Herbstgedicht….sozusagen…

sozusagen

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„sky paddle“ -Text zu Objekt

skypaddel                        Objekt: ReihART Dasenbrock, Foto: icke

Zur aktuellen Ausstellung „Fehlfarben“ des Künstlers ReinhArt Dasenbrock beim Kunstverein Steinfurt gab es erneut eine multimediale Herausforderung: Schüler und SchülerInnen sowie einige Steinfurter Autoren waren aufgefordert, sich mit den sehr vielfältigen und humorvollen Arbeiten des Künstlers schriftlich auseinanderzusetzen.
Morgen, am Freitag, den 26.9. um 18.30 Uhr werden alle Schüler-Texte und literarische Statements  im Rahmen der Kunstgespräche des KV Steinfurt vorgestellt. Ich habe dem Sky paddle, einem senkrecht mit dem Blatt nach oben an der Wand montierten Originalpaddel ein Gedicht „auf den schlanken Leib geschneidert“. -Hier ist`s:

sky paddle

für genügend auftrieb muss
man nur tief genug tauchen
sagst du
und stichst das blatt des paddels ins blau
du sagst betreten wir die neuen lufträumlichkeiten
und scheuchen empörte vögel vom baum  
letztlich weißt du ganz genau
dass sich meer und himmel reimen
beide lassen sich ins endlose steigern
aber nicht verneinen und beide
enden bekanntlich auf blau
so staken wir mit 30 knoten
ohne tiefgang und der widerstand
dem schlag des ruders nur schwach
durch die in wirbeln sich lösenden wolken
die zergischten an der barke bug
wir machen 500 fäden hoch rast
auf nebelbänken angeln uferschwalben
im flug wenn wir hungrig sind und betrachten
lautlos die schwäne längsseits treiben
und sich langsam verwandeln im wind
auf dem sonnengong schlag ich den takt
mit der hand wenn durch die engstelle
uns unsere zeit verrinnt machen wir fest
an luftbrückenköpfen und heben was ab
von der sandbank
wir haben blitze geködert der himmel
schlägt leck und schwärze dringt ein
wo wir ankern doch wir sind im kentern
und sinken versiert und gehen lächelnd
kielüber –windwärts
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Reinhard Dasenbrock wurde 1948 geboren und absolvierte zunächst eine Ausbildung als Groß-und Einzelhandelskaufmann, bevor er Kunst und Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück studierte. Parallel zu seinem beruflichen Alltag bespielte er mit seinen künstlerischen Arbeiten seit 1990 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und hat mehrere Preise erhalten. Dasenbrock ist Mitglied in verschiedenen Kunstvereinen und Jurys. Schwerpunkt seines Schaffens sind Rauminstallationen.

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