Archiv der Kategorie: lyrisch

All over Heimat -internationale Anthologie-

all over heimat 2019

Im Oktober 2017 schrieben Thomas Kade, Thorsten Trelenberg und ich unser Projekt „All over Heimat“ international aus. Fast anderthalb Jahre, über 1000 Mails und unzählige Arbeitsstunden später ist es nun bald soweit:

Die Anthologie unter Beteiligung von 150 Autor*innen aus über 20 Nationen steht kurz vor dem Erscheinen. Es finden sich darin überwiegend unveröffentlichte Beiträge aus Österreich und der Schweiz, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden, Russland, Island, Tunesien, Italien, den USA und vielen anderen Ländern. Neben jungen Debütant*innen finden sich zahlreiche Autor*innen, die bereits bedeutende literarische Auszeichnungen erhalten haben.
Ein weltweit sicher einmaliges Projekt und das dickste Brett, das wir bisher gebohrt haben- nicht denkbar ohne die sensationellen Autor*innen und den unermüdlichen Einsatz unserer Verlegerin Karen Grol-Langner von stories & friends.

Wir wünschen unserem Baby eine Menge Resonanz. Die ersten Präsentationstermine stehen (dazu später mehr) und vorbestellbar ist es auch schon.

all over Heimat
herausgegeben von:
Matthias Engels, Thomas Kade, Thorsten Trelenberg
stories & friends, 448 Seiten
ISBN-13: 978-3942181891, 16€

Mit Lyrik und Prosa von Najet Adouani, Rodaan Al Galidi, Barney (Elizabeth) Bardsley, Roswitha Beer, Heinrich Beindorf, Gerhard Benigni, Oksana Beresuzkaja, Heide Bertram, Rolf, Birkholz, Marlies Blauth, Philipp Blömeke, Emeka Bob-Anyeji, Birgit Bodden, Bianca Boer, Hermann Borgerding, Gabriela Căluțiu Sonnenberg, Safiye Can, David Castillo, Ingo Cesaro, Orit Chazara, Carina Contreras, Volker W. Degener, Astrid Dehe, Larissa Dyck, Germain Droogenbroodt, Sigrid Drübbisch, Özlem Özgül Dündar, Eva von der Dunk, Matthias Engels, Achim Engstler, Patricia Falkenburg, Judith Faller, Nico Feiden, Armin Leonhard Fischer, Kerstin Fischer, Jürgen Flenker, Kersten Flenter, David Fox, Cornelia Franken, Doris Franzbach, Karin Friedle-Unger, Anke Fuchs, Martin Furtkamp, Velina van der Gaag, Clemens Bruno Gatzmaga, Thomas Geduhn, Daniela Gerlach, Anke Glasmacher, Marianne Glaßer, H. D. Gölzenleuchter, Axel Görlach, Annette Gonserowski, Tobias Grimbacher, Julia Grinberg, Dinçer Gücyeter, Lütfiye Güzel, Christin Habermann, Annette Hagemann, Aylin Rosa Hanka, Sören Heim, Paul Heinrich, Horst Hensel, Hans-Ulrich Heuser, Ghiath Hobbi, Claudia Hummelsheim, Klára Hůrková, Infrarot, Christa Issinger, Diana Jahr, Monika Jarju, Stefanie Jerz, Thomas Kade, Zarina Kanukova, Harald Kappel, Adrian Kasnitz, Chiara Nadine Kauffel, Manfred Kern, Irlan Khugaev, Christoph Kleinhubbert, Michael Köhler, Anne-Kathrin Koppetsch, Matthias Kröner, Josef Krug, Kathrin B. Külow, Axel Kutsch, Mariusz Lata, Fabian Lenthe, Monika Littau, Marc A. Littler, Sophie van Llewyn, Una López-Caparrós Jungmann, Britta Lübbers, Sylwia Ludas, Petya Lund, Alexander Makowka, Patricia Malcher, Hamdi Meça, Kerstin Meixner, Sophie Modert, Sudabeh Mohafez, Pega Mund, Anca Neubauer, Ngo Nguyen Dung, Jutta von Ochsenstein, Ragnar Helgi Ólafsson, Hellmuth Opitz, Birgit Ottengraf, Laura M. Pellizzari, Ester Naomi Perquin, Heinrich Peuckmann, Martin Piekar, Gerd Puls, Dennis Puplicks, Judith-Katja Raab, Ángel Rebollar, Andreas Reichelsdorfer, Torsten Reters, Daniela Rieß, Wolfgang Rödig, SAID, Fethi Sassi, Wolfgang Schiffer, Norbert W. Schlinkert, Sigune Schnabel, Janine Schneider, Katja Schraml, Tessa Schwartz, Matthias Schwincke, Anita Seo Dornbach, Richard Sleboe, Derya Soytut, Peter Spafford, Carsten Stephan, Markus Streichardt, Werner Streletz, Ralf Thenior, Maria Topali, Imre Török, Kinga Tóth, Thorsten Trelenberg, Emanuil A. Vidinski, Nataša Vukelić, Tom Weber, Werner Weimar-Mazur, Stefan Wieczorek, David Wonschewski, Inge Wrobel, Sascha Wundes, Wolfgang Wurmv und Péter Závada.

 

 

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Herbstgedichte xxx

naturbild_gross_33

Jaja, ich bin sehr auf diese Jahreszeit geeicht und gebirkt und gebucht.
Es gibt kaum Frühlings- oder Sommergedichte von mir, auch Wintergedichte sind knapp. Aber Herbstgedichte gehen immer relativ leicht. Grundstimmung halt. 

1

HERBST II

wind ging und kämmte
dem goldenen herbsthaar
die strohigen strähnen raus
im sturm gefallene zweige

griffen nach meinen fesseln
und der apfel, der mich
ins unterholz lockte,
war bunt doch faul

und das laub war kein kissen
es häutete sich nur das jahr
junger noch blinder frost
raschelte bereits darunter

die vögel schwarz vom regen
wiederholten ihre vokabeln
und die sonne hing am spinnenfaden
als kleine runzlige frucht

die felder ergrauten
und die wolken wurden
und wurden nicht trocken
auf den überlandleitungen

2.
Ich will es bunter

alles dreht sich und flieht
trakls blau verzieht sich
täglich weiter hinters grau
Ich will es bunter

alles fließt sagt heraklit
aber geht deshalb auch alles
den bach runter

und hinterlegt keine adresse
sisyphos ist ein glücklicher mann
der laub fegt bei windstärke 10

wenn ich mich vergesse
geht die welt nicht unter
wo immer ich aufhöre
fängt längst ein anderer an

3.
totgesagter park (Herbst I)

Der himmel bemüht sich
um möglichst beiläufiges blau
und allgemein weiß das wetter
nicht so genau wohin
ohnehin und her
ist`s schweres gehen
bei all dem grün-
schnitt

und all das welke geht mit
es ist kein geheimnis wohin
immer du schreitest
begleiten dich
saat und keimnis
ist der garten schoß
und offener sarg
zugleich

 

4.
Liebe kommt von Laub

wieder eine blütezeit hin-
geblättert und wie bunt-
gefiedert geht der weg: liebe
–lerne ich- kommt von laub

und schlurfe durch die verluste.
nicht die schwarzscharfen bilder
sondern diese buntfeuchten schemen
sind wonach mein auge hungert

dazu ein appetit auf leere tableaus
und herbstzeit-losungen: halt ein
schalt runter– bunter wird die welt
doch kalt auch und älter

 

5.
herbstschritt

mit deinen eichenen augen
sinkst du gegen den saum des hügels
schwarz und gekrönt von bäumen
absichtsvoll verloren
blieb nur die gefiederte spur von dir
eine handvoll fährte kaum genug
für einen kopfschmuck
dein birkener blick sagt sand
allem aus dem du verschwindest
haftet etwas von dir an
mit allem was du versenkst
steigen die pegel ein stück
mit deinem herbstschritt
bleibst du bereits weit
weit hinter uns zurück

 

6.
alle türen gehen nach innen auf

Ich brauche deine hilfe
beim untergehen meine über
flüssigkeit steht in meinen schuhen

Der mond ist gegangen
und in der pfütze schnappen karpfen
nach den sternen
alles wird doppelt
wir stellen überall
dinge neben ihre schatten

 

7.
All das kommt später

meine auswilderung
meine einfriedung
all das steht noch bevor
von dir aus
habe ich keinen zugriff
auf meine erinnerung
die stunden sind
wundgeschrieben
die tulpen betrauern
mit hängenden köpfen
ihren eigenen tod

ich erkenne dich
an allem was ich nie
über dich sagte

 

 

 

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Poem #07/11/18

 

nocturne

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Poem 13/09/18

naturbild_gross_33

verschwistertes zwitschern

deinen frühesten blick im genick trifft mich dein
erwachen verlässlich rücklings wie kannst du mir
folgen schlendernd wenn ich laufe ist doch dein blut
kaum wärmer als meins und kaum mondsüchtiger
als meine deine inneren gezeiten

erst verschwistertes zwitschern dann gewitter
inmitten verwitweter wälder die gärtner schaufeln
am morgen die vögel auf haufen und der saum des
himmels ist aufgetrennt vom rand des monds
man ist so sehr diese art von wunder gewohnt

wann stellst du mich den verstorbenen vor ich hab
so lang gewartet dir endlich früher zu begegnen wenn
ich vor dir flüchte dich nicht fürchte und allein zurück
lass mit deinem blick auf mich beginnen wir den tag
traumlos mit geschlossenen augen

 

 

 

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Poem 11/9/18

fallen ist.jpg

 

 

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Poem 6/9/18

geese_fly_birds_air-483915

 

Der aufprall der trockenen blätter
auf den gehwegplatten
klingt exakt wie dein schritt
in schlappen wenn du

vom mittagsschlaf
aus dem haus trittst
und merkst dass die zeit
die du dir zum aufwachen
gesetzt hattest längst

verstrichen ist die tür
weit offen lauer wind
die romantik von monoblocksessel
und filterkaffee

auch der schatten der möwe
bleibt noch wenn sie längst
fort ist

 

 

 

 

 

 

 

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Poem 15/11/17

 

 

ALL DAS

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