Poem 13/09/18

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verschwistertes zwitschern

deinen frühesten blick im genick trifft mich dein
erwachen verlässlich rücklings wie kannst du mir
folgen schlendernd wenn ich laufe ist doch dein blut
kaum wärmer als meins und kaum mondsüchtiger
als meine deine inneren gezeiten

erst verschwistertes zwitschern dann gewitter
inmitten verwitweter wälder die gärtner schaufeln
am morgen die vögel auf haufen und der saum des
himmels ist aufgetrennt vom rand des monds
man ist so sehr diese art von wunder gewohnt

wann stellst du mich den verstorbenen vor ich hab
so lang gewartet dir endlich früher zu begegnen wenn
ich vor dir flüchte dich nicht fürchte und allein zurück
lass mit deinem blick auf mich beginnen wir den tag
traumlos mit geschlossenen augen

 

 

 

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