DOWN DOWN DOWN/Trakl- Translations

anitrakl

Sowohl für meine mündliche Abitur- als auch meine Buchhändler-Abschlussprüfung habe ich Texte von Georg Trakl als Thema gewählt. Meine Beschäftigung mit dem österreichischem Expressionisten währt also schon lange und er bleibt einer der Autoren, zu denen ich immer wieder zurückkomme- als Leser sowieso, aber nun auch schreibend.

Die Trakl-Translations, wie ich sie nenne, sind Trakl minus Pathos minus Katholizismus plus Lakonie plus Gegenwart.
Das Ziel ist, Trakls Gedichte in „meine“ Sprache zu „übersetzen“. Dabei gilt es, die Atmosphäre der Texte nicht zu zerstören. Auch an der Form der Texte orientiere ich mich grob. Natürlich werden sie moderner, natürlich macht der oft hohe, hymnische Ton der Texte vom Anfang des 20. Jahrhunderts heute Probleme. Manches Verb am Zeilenende muss vorne in den Satz oder umgekehrt, um eine zeitgenössischere Sprechweise zu erhalten- das verändert dann wieder den Rhythmus usw.
Erstaunlich finde ich, wie gut manche Gedichte funktionieren, wenn man aus den zahlreichen Naturmotiven städtische macht; wie sich hier und da ein lakonischer Rolf-Dieter Brinkmann- Ton einschleicht.

Da es da bald noch mehr zu berichten gibt- hier noch ein Beispiel. Zunächst mein neu entstandener Text, darunter das Original. Die wunderbare Illustration stammt von Christiane Semmler. Vielen Dank dafür.

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trakl

 

 

 

 

3 Kommentare

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3 Antworten zu “DOWN DOWN DOWN/Trakl- Translations

  1. Trakl! Ich bin begeistert und gespannt auf mehr! Das ist super.

    • Mehr ist schon geschrieben und wird demnächst gedruckt werden, versprochen!
      Schön, dass Sie meine Trakl-Begeisterung teilen- ich teile die Ihre für PPA.
      Kennen Sie seinen schönen „späten Tonbandbrief“? Sicherlich.
      Beste Grüße auffen Turm, unter dem ich morgen wieder mein Brot verdiene..

      • Man trifft so selten Trakl-Kenner/-Begeisterte… mein Vorgänger auf dem Turme hatte sich auch mit ihm beschäftigt, vielleicht prädestiniert einen auch das Türmer-Gen für diese spezielle Art der schwermütigen Lyrik…
        Zu PPAs Tonbandbriefen: was für eine tolle Idee, und hat nicht die WhatsApp-Sprachaufnahme-Funktion auch etwas in dieser Richtung – mit diesen Überlegungen wünsche ich Glückauf!

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