Gedicht 25/4/17

Selbstporträt mit Verwandten

meine eltern sagen immer
ich ähnele dem herbst und der eibe
meine eltern sagen immer
ich käme nach dem wild und treibholz

ich schlüge nach
der windabgewandten seite
nach schutz und nach stolz
sagen sie

meine eltern sagen
ich gliche der hitze aufs haar
in meinen zügen fänden sich
böschung und brandung
wieder

meine eltern sagen immer
in meinem schwanken
habe sich die linie der zedern
fortgesetzt

meine eltern sagen immer
mein schweigen erinnere sie
an welkes laub

das sagen meine eltern immer
dabei ähnele ich nur
dem unbekannten
wie ein ei dem anderen

 

 

 

 

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter -, lyrisch

Eine Antwort zu “Gedicht 25/4/17

  1. Ihre Ahnen wünscht man sich

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