Verloren.geglaubtes.wieder.gefundenes.-un.veröffentlichtes -Presse-

 

Ja, wahrlich: Es war ein Spaß, gestern Abend in der Stadtbücherei Steinfurt. „Verloren.geglaubtes.wieder.gefundenes.-un.veröffentlichtes“ mit Thorsten Trelenberg und Nanni Nolting.
Ein schöner Abschluss des Lesejahres 2016. Dank an alle Beteiligten!

 

Literarischer Abend in der Stadtbücherei-
Raritäten aus verstaubten Regalen geholt

Erzählkunst: Matthias Engels aus Steinfurt (l.) und Thorsten Trelenberg aus Schwerte lasen in der Stadtbücherei Steinfurt aus weitgehend unbekannten Werken.

Erzählkunst: Matthias Engels aus Steinfurt (l.) und Thorsten Trelenberg aus Schwerte lasen in der Stadtbücherei Steinfurt aus weitgehend unbekannten Werken. Foto: Rainer Nix
 Burgsteinfurt –

Manche Perle der Literatur schlummert unbemerkt in verstaubten Regalen, doch die Autoren Thorsten Trelenberg und Matthias Engels holten sie am Donnerstag wieder hervor. Ihr literarischer Abend in der Stadtbücherei, untermalt mit Piano-Musik von Nanni Nolting, lockte beim Publikum so manchen staunenden Blick hervor. „Verloren.geglaubtes.wieder.gefundenes.-un.veröffentlichtes“ lautete die markante Überschrift des Abends. Die Autoren unternahmen nicht nur einen „Rundflug“ durch die verborgenen Ecken der Literatur, auch Texte aus eigener Feder brachten sie zu Gehör.

Sprachgewaltig und zumindest ein wenig autobiografisch geht es in dem kleinen Epos „Das Gewicht des Schmetterlings“ von Erri De Luca zu. Im Zentrum steht das Duell zwischen einem alten Jäger und dem „Gemsenkönig“. Die beiden Einzelgänger – Mensch und Tier – kennen sich seit Jahren und respektieren einander auf ganz spezielle Weise. Doch schließlich ist der letzte Kampf unausweichlich. „Das ist ganz große Erzählkunst“, schwärmte Trelenberg.

Engels machte mit der „Bibliothek der ungeschriebenen Bücher“ bekannt und berichtete von Gegenwartsautoren, die teilweise literarisches Material in die Schublade gelegt haben. „Idee, Projekt, Ablauf und dann ein Buch – so funktioniert das in der Praxis oft nicht“, sagte Engels.

Höchst amüsant war der Ausflug in die Welt der Anekdoten über den berühmten irischen Schriftsteller George Bernhard Shaw (1856 – 1950). Der Dramatiker, Politiker, Satiriker, Musikkritiker und Pazifist war bekannt für seinen Zynismus, Spott und hintergründigen Humor. Als der Antiromantiker einst ein herzergreifendes Märchen erzählte, in dem es um zwei Liebende ging, schloss er mit dem Satz: „Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende, denn sie heiratete einen anderen Mann und er eine andere Frau.“

Große Heiterkeit erweckten die „Deutschlandreisen“ des Autors Helmut Krausser. „Krausser hätte mehr Aufmerksamkeit verdient“, betonte Engels, der ihn unter anderem als Romancier und Historiker apostrophierte, der auch Opernlibretti schreibt. Den letzten Part des Abends bestritten Engels und Trelenberg mit ihren selbst verfassten „Heimatgedichten“. Beeindruckend waren Poeme aus der Welt der Bergmänner, die sich abseits von schwerer Arbeit unter Tage besonders für Gärten und Blumen begeistern.

Artikel und Bilder: Rainer Nix

Originalartikel HIER

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