Hoffnung kommt von Hoffen

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Ich stelle es allgemein und auch an mir selbst fest. Eine merkwürdige Stimmung greift um sich. Im Fluss der Bilder, die vorbeiziehen, mischen sich munter Urlaubsfotos mit Terror-, Täter- und Opferbildern. Der Eine teilt seine Entspannung mit, der andere bringt seine Erschütterung zum Ausdruck, seine Angst.

Es ist eine Zeit, in der man sehen muss, dass man selbst als Person irgendwie durchkommt, den Fernseher oder das Netz abschaltet oder weg fährt und sieht, dass das mulmige Gefühl nach Möglichkeit nicht mitfährt, denn -so scheint es zumindest- Gefahr ist überall und immer. Nicht, dass dem nicht immer schon so gewesen sei, aber der Eindruck verstärkt sich durch die omnipräsenten Meldungen.
Schon gibt es Tourismus- Statistiken, die scheinbar neue No-go-Areas verzeichnen. Es sind nun nicht mehr die altvertrauten Bürgerkriegsregionen, sondern Nachbarländer. Und ja, auch ich würde jetzt ungern mit der Familie nach Frankreich fahren, auch ich hätte wahrscheinlich in Brüssel das Gefühl, meine Pommes frites eventuell unter dem Fenster eines Terroristen zu essen.

Es scheint auch keine Zeit für Literatur zu sein. Auch meine Produktion stockt- nicht, wie sonst in der Sommerzeit, weil alles zu leicht, zu luftig und zu angenehm träge für meine Moll-gestimmte Kreativität scheint- sondern weil auch ich darüber brüte, wie das alles weitergeht, dabei bemüht, die Ferienzeit-Stimmung auch zum Kräftetanken zu nutzen.
Mein Appetit auf Literatur, auch als Konsument, ist leicht verdorben und mein Interesse, Entwicklungen und Pläne zu verfolgen, geringer als sonst.

Scheinbar geht es vielen ähnlich: die Resonanz auf den Blog ist spärlich, was natürlich auch am oben genannten liegt: es gibt nicht viel Neues; mit dem Sensationsstrom der „realen“ Welt kann keiner mit seiner Schreiberei konkurrieren.
Die Dinge, die passieren, passieren ohnehin in langen Bögen und fern jeglicher größeren Aufmerksamkeit. Mein Romanmanuskript, die Abstimmung für die Hotlist, Planungen für Veranstaltungen….

Also werde ich etwas kürzer treten. Ohnehin fahre auch ich bald in den Urlaub und habe vorher noch eine ganze Menge Notwendiges dafür zu erledigen. Einfach nicht die Zeit, nicht der Rhythmus für meine Art, zu arbeiten. Insofern bin ich immer froh, wenn die Sommerzeit sich dem Ende neigt- dieses Jahr mit der Hoffnung –das kommt von HOFFEN- dass die Ängste nicht noch größer werden und ein Schreiben von „nutzloser“ Literatur nicht per se in Frage stellen.

Es wird also vorerst nicht mehr fast täglich einen Beitrag geben, sondern nur sporadisch.
Ich denke, in dem Fundus von 3 Jahren -dingfest- wird man sicher noch etwas zu lesen finden. Bald kann ich dann hoffentlich wieder hochfahren und auch Neues berichten.
Wohlan, gehabt Euch wohl!

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