Poem 6/2/16

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LAMENT LAMENT

wir bezichtigen einander des menschseins
hängen tonnenschwer an den spinnfäden
zwischen zwei hoffnungen  -kann es sein dass meine
beschwichtigungen dir nur willkommene einheiten sind
die zeigen wie lang es gilt wütend zu bleiben
und nur mein schweigen brauchbarer kleiner terror wär

wir sind einander luft
geschöpfe dem bruchteil des eigenen gewichts unterlegen
mutloser nach jedem abenteuer und
zunehmend der beteuerungen müde
nie gehabt zu haben nie gewesen zu sein
die eigenen eltern seien sich nie begegnet.

wenn alles bricht -was sprichst du noch von heilung
von den langsamen prozessen gilt nur einer:
das vergessen -denn die anzahl derer die uns lieben
weicht ab von der derer die wir lieben und
wie können wir über lieben sprechen
wenn uns von zu vielen dingen der plural fehlt

 

strich1

 

 

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Eingeordnet unter -, lyrisch

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