Zum Literaturbetrieb: Aus einem Absagebrief

titelbildfbIch habe ja seit einiger Zeit ein neues Hobby:
Ich sammele Absagen. Negative Bescheide und Lektoratsverisse später berühmter Autoren  u n d: solche an mich selbst. Ich könnte mittlerweile sicher täglich ein eigenes Blog damit bestücken – sollen wir es spaßeshalber einmal fiktiv den: „Noob & Loser-Blog“ nennen?

Erst gestern erreichte mich ein ganz besonders Sammlerstück, mein Lyrikmanuskript mit dem Arbeitstitel: -altes Wasser- betreffend. Es sagt einiges über die Verhältnisse in der momentanen Verlagswelt aus. Ich zitiere mal, natürlich anonymisiert und etwas modifiziert, aus dem Schreiben eines kleinen unabhängigen Verlages:

hand_feder_04Sehr geehrter Herr Engels,
danke, dass Sie uns Ihre Ideen und Proben anvertraut haben. Das sind sehr interessante Überschriften, die einladen zu lesen und eine sehr spannungsreiche Zusammenstellung, herzlichen Glückwunsch!
Leider können wir Ihr sehr abgerundetes Vorhaben nicht verwirklichen, auch wenn das Lektorat kaum noch Arbeit damit hätte. Wir haben mit Gedichtbänden – wie so viele Verlage – finanziell deprimierende Erfahrungen gemacht. Ihr Stil wäre wirklich ein neuer Schritt, den wir aber derzeit nicht wagen.

Mehr als im Moment trauen wir uns einfach nicht zu. Wir hoffen, dass Sie bald einen mutigeren Verlag finden, der Ihr Projekt möglichst erfolgreich betreut. (…)

Mit freundlichen Grüßen

(…)

Hmmm, WAS nun davon halten?
Eigentlich ist somit mein Lyrikmanuskript offenbar verlagsreif, interessant und spannungsreich. Es würde das Programm eines Verlages um eine neue Facette bereichern. Zu Meckern gibt es daran wenig bis gar nix. Aber: Leider…! Der Mut fehlt. -Das ist verständlich und gerade für mich, als immer noch praktizierenden Buchhändler, nachvollziehbar.
Die Absage ist freundlich und ausführlich, was absolut nicht standardmäßig so ist. Und: sie freut mich sogar. In ihrer Aussage, aber nicht in ihrem Schluß, natürlich.

Ist es nicht traurig? Zumindest schade? Merkwürdig? Selbst, wenn ein Verlag vom Inhalt eines Buches und vom Autoren überzeugt ist, macht er es besser nicht.  Die Veröffentlichung könnte ihn finanziell nicht nur bei Null auskommen lassen, sondern ihn sogar in seiner Existenz bedrohen…. . Der Mut, man möchte fast sagen: der Übermut, fehlt.
Es ist nichts als Marktwirtschaft
und ein Spiegel des Leseverhaltens
sagt die Vernunft, 
könnte man -Erich Fried freizügig paraphrasierend- meinen. Umso trauriger, würde ich antworten.

So bleibt als Fazit:
Meine Gedichte sind also gut, meine Sammlung eine Veröffentlichung wert- das ist schön zu hören.
Aber: kann ich mir dafür was kaufen?
Teils-teils das Ganze,
sagt Gottfried Benn.
Und: Sela, Zeilenende

23 Kommentare

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23 Antworten zu “Zum Literaturbetrieb: Aus einem Absagebrief

  1. eine sehr ermutigende absage, sehr freundlich und sie wirkt zumindest nicht standardbriefmässig. aber ehrlich gesagt, kann ich dieses „ja ja, niemand liest lyrik“ nicht mehr hören, weil es einfach nicht stimmt. und vielleicht bekommst du in zwei, drei jahren ja plötzlich post und da heißt es: wir kommen zurück auf ihre anfrage, und möchten ihnen folgenden vertrag anbieten …

    • Danke für`s Lesen und dein Kommentar! Ja, eine zwiespältige Geschichte- so eine absage, über die man sich freut. Scheint unlogisch! Motivierend und desillusionierend in Einem-geht das?! -Scheinbar!

      Naja, ich sehe die täglichen Verkaufszahlen des Lyrikregals meiner Universitätsbuchhandlung in einer nicht ganz kleinen Stadt mit geisteswissenschaftlicher Prägung…..Hoffnung machen die nicht gerade. aber dass KEINER Lyrik liest, stimmt wirklich nicht. Doch es sind offenbar zu wenige, um betriebswirtschaftlich darauf bauen zu können und das muss ein Wirtschaftsunternehmen wie ein Verlag nun einmal, klar. Dennoch: Mut wäre schon schön……Vielleicht findet sich ein Bindeglied oder eine kreative Lösung…mal sehen.

      Vielen Dank dir! Ich komme mal ausführlicher darauf zurück, unter uns! Bald!

      alles Gute!

      • Ich hatte gerade spontan den Gedanken, dass Du ab sofort Dir zu allen möglichen besonderen Tagen Lyrik wünschst, auch zu Weihnachten. Und dass Du beginnst, Lyrik auch zu verschenken zu ebensolchen Feiertagen. Ich denke, dass in manchen Köpfen die Vorstellung von Lyrik und Gedichten verknöchert und alt ist, weil sie tatsächlich nichts mehr gelesen haben seit Ribbeck von Ribbeck im Havelland, deshalb muss man da nach helfen, ganz freundlich. Es gibt so viel tolle Lyrik! Ich kaufe beispielsweise sehr, sehr viel Lyrik. Ach so und freue mich auf ausführlicheres Draufzurückkommen Deinerseits. Liebe Grüße und einen schönen Tag.
        Ach so, ich finde, dass die obige Absage sehr charmant formuliert ist, optimistisch und hoffnungsfroh. Freundlicher kann man wohl kaum absagen. Ich hoffe, Du nimmst es nicht persönlich, sondern als Ansporn, jedenfalls wünsche ich Dir das.
        Vielleicht klappt es ja bei einem anderen Verlag, ach und Universitätsbuchhandlungen sind da vielleicht auch nicht unbedingt maßgeblich. Aus meiner Studentenzeit weiß ich, dass ich meine paar Kröten immer ausgegeben habe, aber eher für Spaghetti, Tomaten und Toilettenpapier, eher als für ein Buch, weil ich einfach das Geld nicht hatte.
        Liebe Grüße an Dich.

      • Hehe, das tue ich bereits!
        Ich sag ja: die Absage ist positiv- wie paradox!
        Immerhin weiß ich jetzt, dass, wenn der Lektor nicht einfach so flunkert, meine Texte nicht soo schlecht sein können.

        Ich muss noch feststellen, dass „meine“ Buchandlung mittlerweile die Einzige in der Stadt ist, die sich überhaupt zeitgenössische Lyrik in einem eigenen Regal leistet, das mehr bereithält als Geschenktexte und paar Klassiker! Traurig, echt.
        Fontane, ja! Bissel Erich Fried, dann wird`s mit der Moderne aber auch schon eng- es sei denn, man ist zufällig der „Sänger“ von Rammstein!!

        Die meisten Leser, die ich z.B.in meinen Lesekreisen mit Lyrik konfrontiere, sind der Meinung, da könnten sie auch chinesisch oder ihren Einkaufszettel lesen……naja…..
        Was bleibt? -W e i t e r m a c h e n!

        War am Samstag übrigens in deiner Heimatstadt! Laurentius läßt grüßen!

      • P.S. Nachtrag: Bücher habe ich natürlich dennoch gelesen in meinem ebenfalls geisteswissenschaftlichen Studium. Per Ausleihausweis in der Bibliothek oder von Flohmärkten. Und das sind ja nicht die Zahlen, die erfasst werden, weißt Du, wie ich meine?

  2. Ich finde es erst einmal bemerkenswert, dass du eine solche Absage überhaupt bekommen hast. Und ich mag, dass sie ehrlich sind. Ich kenne niemanden, der ein Lyrikbändchen kaufen würde – und demnach kann ich ihre marktwirtschaftliche Entscheidung verstehen.

    Wenn dein Buch aber laut ihren Aussagen so gut wie druckreif ist, wieso es nicht unter diesen Vorzeichen selbst veröffentlichen? Wäre der Verlagsname eines kleinen Verlags mit offenbar geringem Budget so viel besser? Dass man selbst einiges an Werbung machen kann, hat Sabine mit ihrem Druckstaueffekt ja eindrücklich gezeigt.

    • Das ist wahr und im Folgenden schlug der Lektor sogar selbst genau dies vor.
      Mal sehen. Ich habe ja schon einmal ein Bändchen ohne Verlag gemacht, allerdings ohne Buchhandelsanschluss, nur über mich zu beziehen. Auch mit BoD habe ich meine Erfahrung und dort auch nicht schlechter verkauft als anderswo…..
      Das Einzige, was mich abhält ist, dass eine solche Veröffentlichung nicht als Referenz für weitere Projekte zu benutzen ist, denn selbst veröffentlichen kann ja auch meine absolut großartige, aber literarisch völlig unbegabte Omma!
      Ein Verlagsname, wenn er aus der noch so kleinen, aber seriösen Schublade stammt, ist einfach dennoch Garant dafür, das zumindest Irgendwer einmal einen Blickdarauf warf und es für gut befand….. .
      Na, wir werden sehen. Wat muss ich auch Gedicht schreiben? Wenn ich würde reich werden wollen, gäbe es andere, bessere Möglichkeiten. Selber schuld, halt. Macht aber nix!

      Danke für deinen Kommentar! Freut mich sehr!
      Bis bald mal- vielleicht mit besseren Nachrichten!

      • Und kann man dann nicht dem Verlag sagen, dass man finanziell einen Großteil mitfinanzieren würde? (Also vorausgesetzt, dass du das könntest.) Dann hätten beide etwas davon? Es scheint ja so, als hättest du Kontakt mit dem Verleger und als würden sie das Bändchen wirklich mögen.

        Ja, Gedichteschreiben und damit reich werden – ich wüsste mal gerne, wer das geschafft hat. Der letzte „große“ Lyriker, den ich kenne, ist Enzensberger. Und der hat ein ziemlich breites Spektrum abgesehen von der Lyrik, das er abdeckt.

        Ich glaube, Lyrik kann immer nur als minimales Zubrot angesehen werden. Und da müsste man dann eben bereit sein, selbst Geld in die Hand zu nehmen, wenn man sich damit zumindest einen Ruf irgendeiner Art schaffen wollen würde, so wie du.

  3. stephen king hatte einen nagel, an dem er alle absagen aufhing. als tritt in den hintern, sozusagen. er musste den ersten nagel sogar durch einen zweiten, längeren ersetzen, bevor er der stephen king wurde, den wir heute kennen.
    vielleicht wäre ja dieser verlag was für dich: http://www.esch-verlag.de/ wurde mir zumindest neulich von einem der autoren dort empfohlen.

    • Du: ich habe eine WÄSCHELEINE!
      Vielleicht werd ich bald der Stephen King, den wir heute noch nicht kennen, hehe!!

      Danke für den Tipp- sehe ich mir sofort an!

      Glückwunsch nochmal, auch wenn ICH nicht überrascht war! Und weiter alles Gute!

  4. Das ist die Art von Erfahrung, die mich irgendwann zum Selbstverlag und amazon geführt hat.

    Um es mal mit „Fussball“ zu sagen: Wenn du drei mal den Pfosten triffst, war es zwar knapp aber doch kein Tor.
    Jetzt spiele ich als Selbstverleger nicht in der ersten Liga und meine Trainigsbedingungen sind erschwert, aber: Ich kann spielen, kann Spielpraxis sammeln und vielleicht entdeckt mich irgendwann der Bundestrainer 😉

    In diesem Sinn und mit dieser Verlags-Rückmeldung: Weshalb die Dinge nicht selbst in die Hand nehmen? Wenn andere nicht an Dich glauben, musst Du es selbst tun.

    • Hehe, genau das schrieb ich eben grad einer Freundin in einer Mail: „nur am abschluss hapert`s noch“ Ach, die wundervolle Welt der Fussball-Metaphern! Was wären wir ohne sie?
      Aber im Ernst: bei meinen Romanen sehe ich keine Alternative im SP, bei der Lyrik in begrenzter Form schon, aber eine Bescheidung in den eigenen Ansprüchen sehe ich dennoch darin.
      Ich habe vollen Einfluss auf Gestalt und Inhalt des Buches, was mir sehr wichtig ist und der Verkauf wird nicht geringer sein als bei einem Kleinverlag. Aber wie ich eben schon stefanini antwortete: dieses klitzekleine „Gütesiegel“, das über: „der hat das Geld dazu und beherrscht seinen Rechner“ hinausgeht, würde mir fehlen.
      aber wie gesagt: beider Lyrik ist es durchaus einmal einen Gedanken wert. Mal sehen!

      Wünsche dir viel Erfolg und wenn der „Jogi“ dich tatschlich irgendwann holen sollte, freu ich mich für dich!

      Toitoi

      • 🙂

        Das Gütesiegel kann man mittlerweile auch haben:
        http://www.qindie.de/ (kennst Du bestimmt).

        Und die Organisation wächst auch:
        http://www.selfpublisherbibel.de/neuigkeiten-vom-selfpublisher-verband/ (wenn man das will)

        Ich pflege mein persönliches Voodoo: Ein Bild von Miro Klose über dem Schreibtisch, der hat auch mal bei SG Blaubach-Diedelkopf angefangen 😉

        Und, wenn es mit Jogi klappt empfehle ich Dich weiter!

      • Danke Dir! Ich seh mir das mal an!
        Vielleicht sollte ich mein Kafka-Plakat auch gegen Poldi oder so eintauschen!
        Spannend finde ich ja, dass die allermeisten Selfpublisher dann letztlich doch einen klassischen Verlagsvertrag als Ziel herbeisehnen! Dann sind ihre Projekte also sozusagen „Bewerbunsunterlagen“ oder „Visitenkarten“ auf dem Weg zu was Anderem? Das habe ich nie so recht verstanden. Aber ich muss mich in die Materie auch noch mal reinarbeiten! Deine Links helfen mir sicher dabei! Dank nochmal!

      • So wenig ich das Verlags-Bashing teile, natürlich ist ein klassischer Verlagsvertrag ein Ziel, so wenig ärgere ich mich noch über das Selfpublisher-Bashing.
        Manche begreifen die Veränderungen nicht die in diesem Bereich stattfinden.
        Ein gute Freundin von mir, ist Buchhändlerin mit Herzblut und hadert mit meinem amazon/KDP-Weg. Aber mein letzter Roman hat sie überzeugt, das dabei gute Bücher entstehen können und die Verlage zu viel Marktorientierung betreiben.

        Von Aurobindo gibt es den schönen Satz: Wenn deine Ziele groß und deine Mittel klein sind, handle trotzdem, nur durch Handeln, werden deine Mittel wachsen.
        In diesem Sinn.

      • Ich bin gegen jegliches pauschale Bashing von irgendwas und mein Kommentar sollte auch mitnichten ein solches darstellen. Ich weiß, dass es genausol Schrott (bei Gott, ich weiß es!!) im klassischen Verlag gibt, wie es Gutes im SP gibt.
        Mein Buchhändler-Herz weint dabei auch gar nicht.
        Das Problem ist ein Stück weit, dass SP in der Regel am Buchhandel vorbei gehen -man könnte jetzt auch sagen: dass der Buchhandel die SP ignoriert..hehe! Ein Punkt ist, dass in der Regel SP nicht über die deutschen Barsortimente zu bekommen sind. Der Buchhandel hängt stark dort dran; es ist bequem und sort sitzen Einkäufer, die ein Näschen haben; wiederrum so eine „Instanz“, sich NATÜRLICH irren oder etwas übersehen kann, die aber in der Regel sehr gut reagiert und Trends erkennt. Wären Bücher von SP-Autoren dort ganz einfach und risikolos zu beziehen, wäre es alles kein Problem. In der Regel, zumal, wenn die Bindung an amazon besteht, ist das aber nun einmal schwierig bis unmöglich. BoD und einige andere sind jetzt mal Ausnahmen.
        Es gibt ja schon Fälle, in denen Verlage Bücher von SP-Autoren übernommen haben, das Argument dafür: viele verkaufte Exemplare- folglich wirtschaftlich. Und da sind wir wieder bei meinem Problem: mit Lyrik dürfte das eher schwierig sein….

        Alles hat seinen Nutzen und seine Zeit. Letztlich machen wir alle Bücher und ich begrüße das Verschwimmen der Grenzen. Ich kenne ja jetzt einige Seiten aus eigener Erfahrung: BoD, Verlag, Crowdfunding-Verlag etc…und ich sage einfach: jeder muss für sich (und im schlimmsten Fall: bei jedem Buch auf`s Neue) den geeigneten Weg finden und das sei uns allen gewünscht!

        Viel Erfolg dir
        und besten Dank!

      • Dich habe ich so auch nicht verstanden. War ins Allgemeine philosophiert.

        So, wie Du es schreibst wäre es gut: Viele Wege, viel neben- statt viel gegeneinander.

        Ich wünsche Dir „wachsende Mittel“ 😉
        Peter

  5. Thyra

    Hallo Matthias SP bietet sich in diesem Fall zwar an, aber ich weiß nicht so recht. Ich persönlich habe immer Angst, dass sich das in der Vita nicht gut macht und potentielle künftige Verlage eher abschreckt. Andererseits verwischen sich die Grenzen zwischen self publishing, Selbsthilfeautorengruppen und Verlage am Existenzminimum ja immer mehr. Was hilft es einem, in einem (wenn auch sehr sympathischen)1 Mann – Verlag zu veröffentlichen, dessen Zweizimmerwohnung bis an die Decke mit Manuskripten vollgepfropft ist, der aber nicht weiß, wie er die Miete aufbringt. Geschweige denn, einem Tantiemen auszahlen kann. liebe Grüße
    Thyra

    • Danke, Thyra. Ja, von Geld darf man als Lyriker ja schon gar nicht mehr sprechen! Sämtliche anthologien und Zeitschriften, in denen ich veröffentliche (und das sind gar nicht sooo kleine!) verzichten großzügig auf Honorare- es gibt immer Jemanden, der es umsonst macht!
      aber du hast m.E. Recht: in der Vita ist ein BoD oder anderweitiges SP-Buch tatsächlich eher ein Ablehnungsgrund. Es sei denn, das Argument besteht aus per SP abgesetzten Tausenden von Exemplaren!!! aber das ist dann ein rein wirschaftliches Argument und kein qualitatives und wer würde ernsthaft bei Lyrik von solchen Zahlen ausgehen?!

      Nu ja! Ein hartes Brot! Das gilt es zu ende zu kauen! Guten Appetit!

  6. der Mut fehlt, was schade ist, Gedichte lesen eh nur wenige, was auch schade ist und all das, was glatt geschliffen wird sowieso- der Literaturbetrieb lässt mehr und mehr zu wünschen übrig, was gut zu wissen ist, sonst könnten wir Schreiberlinge uns nur noch die Decke über den vollen Wortekopf ziehen …

  7. ….also doch lieber bloggen und warten, dass auch wieder bessere zeiten kommen…?

  8. eine ermutigende absage für den autor, die aber entmutigend die verlagskultur und landschaft entlarvt, der es an mut, oder übermut, wie du schreibst, fehlt, was dann bleibt ist das ewige wiederkäuen von mittelmaß. andererseits gibt es die ausnahmen, die trotz allem immer noch mutigen bis übermütigen verlage ebenso wie die wenigen aber treuen leser von lyrik.

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