– Hans Erich Nossack: „ALLE Bücher sind Tagebücher…….“

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Hans Erich Nossack (* 30. Januar 1901 in Hamburg) entstammte einer wohlhabenden Hamburger Kaffehändler-Familie. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft absolvierte Nossack eine Ausbildung als Bankkaufmann. Neben dem Brotberuf verfasste er bereits Gedichte und Dramen. 1933 zog er sich in die väterliche Firma zurück. Obwohl Mitglied der Kommunistischen Partei, wurde Nossack bei Haussuchungen der Firma durch die SA und die Polizei nicht verhaftet. Er übernahm bald darauf die Leitung der Importfirma. 1943 wurden seine sämtlichen Manuskripte durch den heftigsten Bombenangriff auf Hamburg vernichtet, so dass Nossack nach dem Krieg, mit Mitte 40, als Debütant mit völlig leerer Schublade dastand.

Bis in die späten 60er Jahre hinein galt Hans Erich Nossack als einer der wichtigsten deutschen Romanautoren, geriet allerdings spätenstens nach seinem Tod 1977 schnell in Vergessenheit.
Bereits 1961 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, ist Nossack vielleicht der Autor, der die Idee des Existenzialismus in Deutschland am deutlichsten aufnahm. Seine Werke: Spirale, Interview mit dem Tode oder Der Fall d`Arthez sind definitiv noch immer eine Lektüre wert. Auch ist sein kleines autobiographisches Buch: Der Untergang wohl die bedrückendste Schilderung der Zerstörungen, die der Krieg in den deutschen Großstädten angerichtet hatte.

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