-Von einem, der… – Gedicht

BildVon einem, der…

dein traum bleibt mir zu klein,
auch mit dem schweigen auf der brust

dreh die worte
wie du willst:
die, die kommen
und die, die du suchst,
haben keinerlei ähnlichkeit

tauch es ein in zeit
und ein geheimnis
wird aus allem

dreh die uhr
so oft du willst:
glas & sand
erkennen niemals
ihre verwandtschaft

meinen umriss
aus der scheibe schneiden
braucht einen griffel aus diamant
jede skizze eines spiegels
verwischt von eigener hand

die nacht ist in meinen augen
der beste rat;
das sternenzelt
auf der rückseite der lider
die eigentliche attraktion

alles schon so lange geläufig,
dass die plötzliche flüchtigkeit
überrascht

sei nicht teil,
zieh keine kreise,
ein tag unter anderen
heißt wieder ein jahr lang
die blutung stillen

mir sind die hände gebunden
diesmal kein applaus

8 Kommentare

Eingeordnet unter lyrisch

8 Antworten zu “-Von einem, der… – Gedicht

  1. Applaus! Applaus! Schön gedichtet!

  2. Sehr schönes Gedicht. Tolles Bild. Gefällt mir sehr gut. Folge ich, verlinke ich auf meiner Seite. Gruss von der Wasserkante.

  3. Auch ich bin gefesselt. Versuche Befreiung durch Mehrfachlesen und Reibungshitze an Wörtern. Vielleicht wird ja bei gefühlten 1.400 °C der Aggregatzustand ereicht, bei dem Glas und Sand einander näher kommen?

    Etwas verspätet grüßt schon ziehmlich angezogen
    Björg

    • Vielen Dank,Bjoerg Volquardsen, für dein Interesse & dein Kommentar. Ja, zwischen den Worten entsteht manchmal so eine Hitze, dass die Erscheinungsformen zerfließen….Freut mich, dass dir mein Text gefällt. Alles Gute und beste Grüße

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