-Mit dem Rücken zur Nacht- Gedicht

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Mit dem Rücken zur Nacht

dein blick prallt von den wänden
und dein schweigen spricht ein bild
die stille hallt von mir ab
und deine fernen reglosen finger
brechen bände  

wir droschen worte übers netz         
zählten vorteile und gleichstände
bis in den letzten endlosen satz
und ich bin zehntausend jähre alt
und fünfhundert tonnen schwer

der mond fällt schäumend
in eine dunkle flüssigkeit
und löst sich
und du wirst wieder als erstes den nordstern sehen
während ich nur die zeitung des nachbarn höre
und du wirst sagen: es ist Sonntag!
und ich: aber der nordstern sieht anders aus

das freudlose wasser ist alt
und ich trachte dir
nicht mehr nach dem mund
die axt im haus
sagt mehr als tausend worte
und ich stehe einmal mehr

mit dem rücken zur nacht

lass uns schlafen gehen
die trümmer
räumen wir morgen weg

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Eingeordnet unter lyrisch

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