-In Armstrongs Aufzeichnungen keine Engel, Lyrik, worthandel : verlag 2012

-In Armstrongs Aufzeichnungen keine Engel, Lyrik, worthandel : verlag 2012

http://www.worthandel.de/keine-engel/

„Die Lyrik von Matthias Engels also. Versucht inmitten der zeitgenössischen Verkopft- und Verstopftheitslyrik zurückzufinden zu lebensnaher Gefühlswelt, zu echtem Ausdruck ohne vernünftelnder Unschärferelationen und zu Klang…“

Steffen Dürre,
Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Weisz auf Schwarz, Rostock

Vorspiel

Alles gehört dir, eine Welt aus Papier, wacklige Wände aus Seiten, nachts die Decke aus Blättern, die Kissen gestopft mit zerknüllten Zetteln, Möbel aus spitzwinkligen Zeichen und der Wolf im Märchen ruft: I´ll huff and i´ll puff and i´ll blow your house down.

Es regnet Punkte und schneit Semikolons. Geschredderte Streifen von gestern hängen bis Mittag in den Bäumen. Ruhig und raunend rumort die Geschichte unter dem (wirk- lichen?) Leben immer weiter, dass sich skrupellos mit seinen Sirenen, Klingeltönen und Jingles bemüht, auf sich aufmerksam zu machen.

So viel verpasst wegen der dröhnenden Dauerbeschallung, selbst die Stille der Nacht rauscht so laut im Ohr, dass die entscheidenden Stellen an dir vorbeigehen, die du so gerne gehört hättest. Längst hast du den Faden verloren und erhaschst nur noch hungrig einzelne zusammenhanglose Worte wie GLÜCK und TRAUM und ZIEL, die hinten in deinem Hirn hängenbleiben und vergeblich auf ihre logische Verknüpfung warten.

Alles verstopft mit diesen schweren Silben, Sätzen, die nicht nach oben kommen, niedergedrückt und erstickt von anderen, viel flatterhafteren wie: Buntwäsche, Badehose und Brückentag, bis nur noch ein breiiger Bodensatz bleibt, der nicht mehr Wort ist, sondern nur noch dumpfes unbestimmtes Gefühl ∼ Brennstoff, aber schnell verbraucht.

 

• Format 13 x 21 cm
• 90 Seiten
• mit rotem Vorsatzpapier
• wundersame Zwischentexte
• sorgfätiger Vers-Satz und Zeilenfall
• Nachwort von Steffen Dürre
• Nachbemerkung des Herausgebers

• ISBN 978-3-935259-75-0

Gedichte sind ganz dichte Romane. Wenn Du sie zu lesen verstehst.

 

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29. Mai 2013 · 11:27 am

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